Politik

Zoo Osnabrück: 2,1 Millionen Euro aus der Stadtkasse für 2026

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Zoo Osnabrück steckt erneut in der Klemme. Für das Jahr 2026 muss die Stadt den Tierpark am Schölerberg mit 2,1 Millionen Euro stützen. Als Gründe gelten schwache Besucherzahlen, unter anderem wegen schlechten Wetters, sowie ein hoher Schuldenberg. Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadtkasse für den Zoo einspringen muss.

Stadt weitet ihr Engagement aus

Die Stadt Osnabrück plant, ihren Anteil an der gemeinnützigen Zoo-Betreibergesellschaft deutlich auszubauen. Bislang hält sie 25 Prozent. Künftig soll der Anteil auf fast die Hälfte steigen. Der jährliche Zuschuss soll für 2026 und 2027 auf bis zu zwei Millionen Euro angehoben werden.

Wie viel die Stadt für die zusätzlichen Anteile zahlen muss, richtet sich nach dem Substanzwert des Zoo-Betriebsvermögens. Ende 2024 betrug dieser 10,3 Millionen Euro. Die genaue Kaufsumme steht damit noch nicht fest.

Schwache Besucherzahlen und steigende Kosten

Der Zoo am Schölerberg zählt rund eine Million Besucher im Jahr. In jüngster Zeit blieben Gäste jedoch aus. Kaltes Wetter drückte auf die Besucherzahlen und damit direkt auf die Einnahmen.

Dazu kommen strukturelle Kostenprobleme. Die Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst schlug allein mit mehr als 250.000 Euro zusätzlichen Personalkosten zu Buche. Außerdem gibt es einen erheblichen Sanierungsrückstand bei den Anlagen. Im vergangenen Jahr wurden rund 1,2 Millionen Euro eingesetzt, um dringende Maßnahmen nachzuholen.

Kein neues Problem

Die finanzielle Schieflage des Zoos ist nicht neu. Bereits im November 2023 musste die Stadt mit zusätzlichen Mitteln einspringen. Zoo-Präsident Fritz Brickwedde hatte bei der Mitgliederversammlung im August desselben Jahres bereits Probleme angekündigt. Seitdem hat sich die Lage nicht grundlegend geändert.

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Auch während der Corona-Pandemie geriet der Zoo in schweres Fahrwasser. Schließungen und ausbleibende Einnahmen trafen die Einrichtung hart. Damals verdoppelte die Stadt Osnabrück Spenden bis zu einer Gesamtsumme von einer Million Euro.

Politische Debatte im Rathaus

Die erneute Finanzspritze wirft Fragen im Stadtrat auf. Kritiker fragen, wie lange das Muster aus Finanzlücke und städtischem Eingreifen noch fortgeführt werden kann. Befürworter sehen den Zoo als wichtige Einrichtung für die Stadt und als festen Anlaufpunkt für Familien in der Region.

Die Stadt steht vor einer schwierigen Abwägung. Einerseits gilt der Zoo als kulturelles und touristisches Aushängeschild. Andererseits stehen auch andere städtische Ausgaben auf dem Prüfstand, und die kommunalen Mittel sind begrenzt.

Höhere Beteiligung als strategische Antwort

Die geplante Erhöhung der Stadtbeteiligung auf fast 50 Prozent soll dem Rathaus mehr Einfluss und Kontrolle geben. Die Stadt will künftig stärker mitbestimmen, wie der Zoo wirtschaftet. Sie übernimmt damit aber auch mehr finanzielle Verantwortung.

Ohne strukturelle Verbesserungen beim Zoo sind weitere Hilfsrunden nicht ausgeschlossen.

Fazit

Der Zoo Osnabrück verzeichnet jährlich rund eine Million Besucher, doch die Finanzlage bleibt angespannt. Die Stadt muss 2026 erneut tief in die Tasche greifen. Mit dem Ausbau ihrer Beteiligung versucht die Kommunalpolitik, mehr Steuerung zu gewinnen.

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