Wassersparen im Garten: So kommen Pflanzen durch den Sommer
Trockene Sommer sind keine Ausnahme mehr. Wer seinen Garten schützen will, muss vorausdenken. Die Initiative Mission AQUA hat konkrete Empfehlungen zusammengestellt, wie Hobbygärtner ihren Wasserverbrauch deutlich senken können.
Früh handeln, bevor die Hitze kommt
Viele Gartenbesitzer warten, bis die Erde aufgerissen ist. Das ist zu spät. Wer jetzt den Boden vorbereitet, spart im Sommer Zeit, Geld und Wasser. Der erste Schritt ist das Mulchen. Eine Schicht aus Rasenschnitt, Rindenmulch oder Stroh schützt den Boden vor dem Austrocknen. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden und verhindert, dass die Sonne direkt auf die Erde trifft.
Auch die Wahl des richtigen Gießzeitpunkts ist entscheidend. Experten empfehlen, morgens oder abends zu gießen. In der Mittagshitze verdunstet ein Großteil des Wassers, bevor es die Wurzeln erreicht. Das Gießen am Morgen ist dabei besonders effektiv: Die Pflanzen können das Wasser den ganzen Tag aufnehmen.
Regenwasser sammeln und nutzen
Leitungswasser ist teuer und wird bei anhaltender Trockenheit knapp. Wer eine Regentonne aufstellt, kann einen großen Teil seines Gartenbedarfs daraus decken. Eine einfache 200-Liter-Tonne am Fallrohr reicht für kleinere Gärten oft aus. Größere Zisternen fassen mehrere Tausend Liter und können sogar an automatische Bewässerungsanlagen angeschlossen werden.
Zeitschalter für Bewässerungsanlagen sind eine weitere praktische Lösung. Sie ermöglichen das gezielte Gießen auch bei Abwesenheit. Der Wasserverbrauch lässt sich so besser kontrollieren und steuern.
Die richtigen Pflanzen für trockene Standorte
Nicht jede Pflanze braucht viel Wasser. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Lavendel kommen mit wenig Feuchtigkeit aus. Sukkulenten speichern Wasser in ihren Blättern und sind nahezu pflegeleicht. Auch viele heimische Stauden sind robust gegenüber Trockenheit.
Wer seinen Garten neu bepflanzt oder umgestaltet, sollte trockenheitsresistente Sorten bevorzugen. Das reduziert den Pflegeaufwand dauerhaft. Ein Pflanzabstand von mindestens 70 Zentimetern zwischen größeren Pflanzen verhindert außerdem, dass diese miteinander um Wasser konkurrieren.
Boden verbessern für bessere Wasserspeicherung
Sandige Böden lassen Wasser schnell versickern. Wer Kompost einarbeitet, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit dauerhaft. Lehmhaltige Böden hingegen neigen dazu, Wasser schlecht aufzunehmen. Regelmäßiges Lockern hilft, die Struktur zu verbessern. Ein gesunder Boden braucht weniger Bewässerung.
Gezielt gießen statt flächig beregnen
Rasensprenger verteilen Wasser großflächig. Ein Großteil davon verdunstet oder landet auf befestigten Flächen. Tropfschläuche und Gießkannen bringen das Wasser direkt an die Wurzeln. Das spart bis zu 50 Prozent Wasser gegenüber herkömmlicher Beregnung. Wer nur punktuell gießt, fördert außerdem tiefes Wurzelwachstum. Die Pflanzen werden dadurch langfristig widerstandsfähiger.
Fazit: Vorbereitung schützt vor Wassermangel
Trockene Sommer lassen sich nicht verhindern. Wer jedoch frühzeitig handelt, schützt seinen Garten wirkungsvoll. Mulchen, Regenwasser sammeln, die richtigen Pflanzen wählen und gezielt gießen: Diese Maßnahmen sind einfach umsetzbar und zeigen schnell Wirkung. Der Garten bleibt grün, der Wasserverbrauch sinkt und der Aufwand hält sich in Grenzen.