Vollsperrung trifft Osnabrücker Supermarkt: Kündigungen bei Edeka
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Die Vollsperrung der Mindener Straße in Osnabrück trifft den Edeka-Markt von André Kallmeyer hart. Der Supermarktbetreiber hat Mitarbeiter entlassen. Die Baustelle vor seiner Ladentür bedrohe seine wirtschaftliche Existenz, sagt Kallmeyer.
Straßenbau mit schweren Folgen für den Einzelhandel
Der Edeka-Markt an der Mindener Straße 378 liegt im Baustellenbereich. Die Stadt Osnabrück lässt die Straße grundhaft erneuern, weil erhebliche bauliche Mängel bestehen. Ziel ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine Modernisierung der Infrastruktur.
Für Edeka-Chef André Kallmeyer hat die Vollsperrung konkrete Konsequenzen. Er musste Mitarbeitern kündigen. Der genaue Umfang der Entlassungen ist nicht öffentlich bekannt. Der Kundenstrom blieb aus, seit die Straße gesperrt ist.
Weniger Kunden, weniger Umsatz
Der Supermarkt ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet, sonntags von 8:30 bis 11:30 Uhr. Für viele Kunden aus dem Umfeld war der Markt gut erreichbar. Die Vollsperrung erschwert die Anfahrt erheblich. Wer mit dem Auto kommt, muss lange Umwege in Kauf nehmen.
Kallmeyer betreibt das Geschäft als Einzelkaufmann unter der Firma Andre Kallmeyer e.K. Das Sortiment umfasst Lebensmittel und Haushaltswaren. Als inhabergeführter Markt fehlen ihm die Ausgleichsmöglichkeiten größerer Ketten.
Bauprojekt der Stadt ohne Entschädigung für Händler?
Die Stadt Osnabrück begründet die Bauarbeiten mit dem schlechten Zustand der Fahrbahn. Die Erneuerung soll die Infrastruktur langfristig verbessern und bringt Anwohnern und Pendlern langfristig Vorteile.
Für Gewerbetreibende wie Kallmeyer sieht die Lage anders aus. Ob und in welcher Form die Stadt betroffene Unternehmen unterstützt, ist nicht bekannt. In vielen deutschen Städten gibt es für solche Fälle keine automatische Entschädigungspflicht.
Notwendige Baumaßnahmen an der Infrastruktur können für Anlieger wirtschaftlich existenzbedrohend sein. Kleinbetriebe ohne Rücklagen geraten dabei schnell unter Druck.
Situation für den Osnabrücker Einzelhandel kein Einzelfall
Innerstädtische Baustellen belasten den stationären Handel immer wieder. Kunden weichen auf andere Standorte oder den Onlinehandel aus. Lebensmittelmärkte sind auf laufenden Kundenstrom angewiesen.
In Osnabrück gibt es nach eigenen Angaben rund 78 Supermärkte, der Wettbewerb ist entsprechend stark. Wer wegen einer Baustelle Kunden verliert, holt sie nicht automatisch zurück, wenn die Straße wieder frei ist.
Baustelle als Betriebsrisiko
André Kallmeyer hat bereits Mitarbeiter entlassen. Ob sein Markt die Bauphase wirtschaftlich übersteht, ist offen. Für die Stadt Osnabrück stellt sich die Frage, wie sie betroffene Betriebe in solchen Situationen besser schützen oder unterstützen kann.



