VfL-Athletiktrainer Schütte: Vom Minijob in die 2. Liga
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Tim Schütte ist 26 Jahre alt und trainiert die Profis des VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga. Seinen Weg zum Vollzeitjob begann er als Minijobber beim selben Klub.
Von der Aushilfe zum Festangestellten
Schütte arbeitete zunächst auf Minijobbasis für den VfL Osnabrück und arbeitete sich schrittweise in den Verein hinein. Aus dem Nebenjob wurde eine Festanstellung. Heute verantwortet er als Athletiktrainer die körperliche Fitness der Zweitliga-Profis.
Der VfL Osnabrück durchlebte in den vergangenen Jahren starke Schwankungen. Aufstiege und Abstiege wechselten sich ab. Schütte war bei all dem dabei.
Ein Skandal rückt ihn ins Rampenlicht
Im Sommer 2025 geriet Schütte unfreiwillig in den Fokus der Öffentlichkeit. Auslöser war ein Vorfall rund um das Landespokal-Finale des damals noch drittklassigen VfL.
Dem damaligen Trainer Antwerpen und dessen Assistenten Döpper wurde vorgeworfen, Schütte unter Druck gesetzt zu haben. Sie sollen ihn gedrängt haben, den für den VfL an den VfB Lohne ausgeliehenen Abwehrspieler Bernd Riesselmann anzurufen. Ziel war es demnach, Riesselmann zum Verzicht auf seinen Einsatz im Finale zu bewegen.
Riesselmann spielte trotzdem und erzielte sogar ein Tor. Inzwischen steht er wieder beim Tabellenführer der 3. Liga unter Vertrag.
Aussage vor dem Arbeitsgericht
Der VfL Osnabrück sprach am 27. Mai fristlose Kündigungen gegen Antwerpen und Döpper aus. Beide klagten dagegen vor dem Arbeitsgericht Osnabrück. Im Mittelpunkt der Verhandlung stand die Aussage von Tim Schütte.
Schütte schilderte, er sei von Antwerpen gedrängt worden, den Anruf zu tätigen. Vor Gericht betonte er, es sei weder sein Wunsch noch seine Entscheidung gewesen. Antwerpen und Döpper wiesen die Vorwürfe zurück.
Das Gericht wies die Klagen der beiden Ex-Trainer ab. Die fristlosen Kündigungen behielten damit Bestand. Antwerpen und Döpper legten Berufung ein.
Der Mann hinter den Kulissen
Schütte ist kein Trainer, der Schlagzeilen sucht. Athletiktrainer arbeiten im Hintergrund und kümmern sich um Belastungssteuerung, Reha und körperliche Vorbereitung. Schütte übernahm beim VfL zunächst Aufgaben im Reha-Bereich, bevor er zum Athletiktrainer aufstieg.
Sein Werdegang zeigt, wie Nachwuchskräfte im Profifußball Fuß fassen können: nicht über den großen Namen, sondern über Beharrlichkeit und kontinuierliche Arbeit vor Ort.
Zeuge einer bewegten Vereinsgeschichte
Der VfL Osnabrück wechselte in den vergangenen Jahren mehrfach die Liga. Schütte erlebte den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga aus nächster Nähe, ebenso die schwierigen Phasen, in denen der Verein mit sportlichen und personellen Krisen zu kämpfen hatte.
Heute gehört er zu den jüngsten Athletiktrainern im deutschen Profifußball. Der Klub steht aktuell in der 2. Bundesliga. Die Arbeit im Hintergrund geht weiter.
Fazit
Tim Schütte begann ganz unten, arbeitete sich hoch und blieb dem VfL Osnabrück treu. Dass er ausgerechnet durch einen der größten Skandale der jüngeren Vereinsgeschichte bundesweit bekannt wurde, dürfte nicht seinem Wunsch entsprochen haben. Beim VfL hat er sich dennoch als feste Größe etabliert.



