Wirtschaft

Türkisches Bistro schließt: Johannisstraße hat neuen Leerstand

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Ein weiteres Lokal hat die Osnabrücker Innenstadt verlassen. Das türkische Bistro Has Antep Çiğköfte in der Johannisstraße 45 hat seinen Standort geschlossen. Die Fläche steht nun leer. Das Geschäft selbst soll jedoch an anderer Stelle weiterbestehen.

Schließung in zentraler Lage

Die Johannisstraße gehört zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen der Osnabrücker Innenstadt. Umso auffälliger ist jede neue Leerstelle. Has Antep Çiğköfte hatte sich dort als veganes Fastfood-Angebot positioniert. Das Konzept stammt ursprünglich aus der Türkei. Im Mittelpunkt steht Çiğköfte, eine vegane Spezialität aus Bulgur und Gewürzen.

Die Kette war mit ihrer Filiale in der Johannisstraße Teil einer wachsenden Fastfood-Gastronomie in der Fußgängerzone. Beobachter stellen fest: Vor allem gastronomische Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren in der Osnabrücker City angesiedelt. Der klassische Einzelhandel zieht sich dagegen zurück.

Innenstadt unter Druck

Der Rückzug des Bistros ist kein Einzelfall. IHK Osnabrück und die Marketing Osnabrück GmbH haben die Lage zuletzt deutlich beschrieben. Der Umsatz im stationären Einzelhandel der Innenstadt ist zwischen 2019 und 2025 um 85 Millionen Euro gesunken. Im übrigen Stadtgebiet stieg er dagegen um 119 Millionen Euro.

Die Schere zwischen City und Stadtrand geht auseinander. Kunden kaufen vermehrt in Einkaufszentren am Rand der Stadt oder im Internet. Für Betreiber von Innenstadtflächen wird es schwieriger, geeignete Mieter zu finden.

Die Johannisstraße steht dabei exemplarisch für diesen Wandel. Auf der einen Seite gibt es dort ehrgeizige Entwicklungsprojekte. Auf der anderen Seite entstehen immer wieder neue Leerstände.

Großes Projekt soll Quartier beleben

Etwas weiter in der Johannisstraße arbeiten Stadt Osnabrück und der Projektentwickler List an einem größeren Vorhaben. Aus jahrelang brachliegenden Flächen soll ein gemischt genutztes Innenstadtquartier entstehen. Geplant sind Hotel, Gastronomie und weitere Nutzungen. Das sogenannte Mixed-Use-Projekt soll neues Leben in den Bereich bringen.

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Ob solche größeren Investitionen den strukturellen Wandel aufhalten können, bleibt offen. Klar ist: Die Johannisstraße befindet sich im Umbau. Manche Flächen werden aufgewertet, andere stehen zeitweise leer.

Bistro besteht an anderer Stelle weiter

Has Antep Çiğköfte hat seinen Osnabrücker Standort in der Johannisstraße zwar geschlossen. Das Unternehmen soll aber weiterhin in der Region vertreten sein. Über einen neuen genauen Standort lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Kette betreibt bundesweit mehrere Filialen.

Gastronomie prägt das Bild der Fußgängerzone

Wer durch die Osnabrücker Innenstadt geht, sieht den Wandel deutlich. Wo früher Textilläden oder Schuhgeschäfte waren, finden sich heute Cafés, Burgerbuden oder Dönerimbisse. Der Strukturwandel im Handel treibt diesen Prozess voran. Gastronomie lässt sich nicht so leicht ins Internet verlagern. Deshalb füllt sie Flächen, die der Handel freigibt.

Doch auch Gastronomie ist kein Allheilmittel. Die Schließung von Has Antep Çiğköfte zeigt: Nicht jedes Konzept hält sich dauerhaft. Gerade kleinere Filialen in Franchise-Systemen reagieren auf Wirtschaftlichkeitsprüfungen. Läuft ein Standort nicht rentabel, wird er geschlossen.

Fazit: Wandel braucht Zeit

Die Johannisstraße steht vor einem langen Anpassungsprozess. Neue Großprojekte schaffen Perspektiven. Aber einzelne Schließungen zeigen, wie fragil die Lage für kleinere Betriebe ist. Die Stadt Osnabrück und die Wirtschaft müssen weiter daran arbeiten, die Innenstadt als attraktiven Standort zu erhalten. Der neue Leerstand bei Has Antep Çiğköfte ist ein weiteres Zeichen dafür, dass dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist.

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