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Trickbetrüger bestehlen Senioren: Schmuck weg, Täter flüchtig

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Osnabrück und Umgebung werden von einer Welle an Trickdiebstählen heimgesucht. Täter geben sich als Handwerker oder falsche Polizeibeamte aus. Ihr Ziel: Schmuck und Wertsachen älterer Menschen. Die Polizei registriert solche Fälle in der Region regelmäßig.

Dreiste Maschen, hohe Schäden

In Wallenhorst verlor eine 85-Jährige ihren gesamten Schmuck. Ein Mann hatte sie telefonisch kontaktiert. Er gab sich als Polizeibeamter aus. Am Nachmittag, gegen 15 Uhr, übergab die Frau ihm schließlich ihr Schmuck. Der Wert des Diebesguts war erheblich.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Osnabrücker Stadtteil Wüste. Dort verlor eine 87-Jährige ihren kompletten Schmuck. Die Täter nutzten die Masche des falschen Handwerkers. Einer lenkte die Seniorin ab. Der andere durchsuchte unbemerkt die Wohnung.

In Bissendorf gingen zwei unbekannte Männer gleich vor. Sie verschafften sich Zugang zu einer Wohnung. Während einer die Bewohnerin beschäftigte, betrat der zweite das Schlafzimmer. Er stahl Schmuck und verschwand. Die Täter flüchteten anschließend in unbekannte Richtung.

Täter nutzen Vertrauen gezielt aus

Die Vorgehensweise folgt stets einem ähnlichen Muster. Die Betrüger kündigen einen angeblichen Defekt an, etwa an Wasserleitungen oder der Heizung. Sie behaupten, einen offiziellen Auftrag zu haben. Ältere Menschen vertrauen dem und lassen sie ein.

In Osnabrück-Pye gab sich ein Unbekannter als Handwerker aus. Er verschaffte sich Zutritt zu einem Einfamilienhaus. Der Bewohner, 88 Jahre alt, ließ ihn ins Obergeschoss. Der Mann verließ das Haus kurz darauf. Erst danach bemerkte das Ehepaar den Diebstahl.

Auch falsche Stadtwerke-Mitarbeiter wurden in Osnabrück aktiv. Die Täter sind in der Regel zwischen 30 und 40 Jahre alt. Sie treten gepflegt und unauffällig auf. Ihr Ziel sind gezielt ältere, allein lebende Personen.

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Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Die Polizeiinspektion Osnabrück hat in mehreren Fällen Ermittlungen aufgenommen. Die Täter sind bislang unbekannt. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Die Polizei Melle ist unter der Nummer 05422/92260 erreichbar. Die Osnabrücker Polizei nimmt Hinweise unter 0541/327-2115 entgegen.

So schützen Sie sich

Tür nicht öffnen ohne Prüfung

Die Polizei rät: Türen sollten grundsätzlich geschlossen und nach Möglichkeit abgeschlossen bleiben. Wer klingelt, muss sich ausweisen. Einen Ausweis sollte man genau prüfen, bevor man öffnet.

Im Zweifel nachfragen

Wer einen unangekündigten Handwerker vor der Tür hat, sollte misstrauisch sein. Ein Anruf beim zuständigen Versorger klärt schnell, ob tatsächlich jemand beauftragt wurde. Dafür sollte man die Nummer selbst heraussuchen, nicht die Angaben des Besuchers nutzen.

Keine Wertgegenstände übergeben

Echte Polizisten fordern am Telefon niemals Geld oder Schmuck. Wer einen solchen Anruf erhält, soll auflegen und den Notruf 110 wählen. Angehörige sollten ältere Familienmitglieder ausdrücklich auf diese Maschen hinweisen.

Ein anhaltendes Problem in der Region

Die Fälle häufen sich seit Jahren im Raum Osnabrück. Betroffen sind Stadtteile wie Wüste oder Knollstraße sowie Umlandgemeinden wie Wallenhorst, Bissendorf und Melle. Die Täter wechseln ihre Maschen und passen sich an. Mal sind es Handwerker, mal falsche Polizisten, mal angebliche Stadtwerke-Mitarbeiter.

Eines bleibt konstant: Die Opfer sind fast immer ältere, allein lebende Menschen. Die Täter nutzen deren Hilfsbereitschaft und Vertrauen in Autoritäten gezielt aus. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und Nachbarn sowie Angehörige zu sensibilisieren.

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