Wirtschaft

Textilgroßhändler Geos Geilfuß: 94 Jahre und nun insolvent

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Das Amtsgericht Osnabrück hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren über die Geos Geilfuß GmbH eröffnet. Das Aktenzeichen lautet 64 IN 7/25. Damit endet möglicherweise eine fast hundertjährige Unternehmensgeschichte in Osnabrück. 28 Mitarbeiter sind direkt betroffen.

Seit 1931 in Osnabrück verwurzelt

Geos Geilfuß wurde 1931 gegründet. Seitdem beliefert das Familienunternehmen den Fachhandel und das Handwerk. Zum Sortiment gehören Deko- und Möbelstoffe, Gardinen, Sonnenschutz und Bodenbeläge. Der Großhändler arbeitet von Osnabrück aus bundesweit.

Fast ein Jahrhundert lang überstand das Unternehmen Krisen, Strukturwandel und veränderte Marktbedingungen. Nun reichte es nicht mehr. Die genauen Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage sind bislang nicht öffentlich bekannt.

Vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt

Das Amtsgericht Osnabrück bestellte Rechtsanwalt Dr. Peter Jacob zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Jacob gehört der Kanzlei Schoofs Partner an. Er übernimmt nun die Kontrolle über den Geschäftsbetrieb.

Trotz des Verfahrens läuft der Betrieb weiter. Das Unternehmen selbst betonte: Der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter. Kunden und Handelspartner sollen vorerst nicht beeinträchtigt werden.

Gehälter über Insolvenzgeld gesichert

Für die 28 Beschäftigten ist die Lage belastend, aber kurzfristig abgesichert. Löhne und Gehälter werden über das gesetzliche Insolvenzgeld gezahlt. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt diese Zahlungen für bis zu drei Monate.

Was danach kommt, ist offen. Das hängt davon ab, ob eine Lösung für das Unternehmen gefunden wird.

Sanierung wird geprüft

Das Unternehmen und der Insolvenzverwalter prüfen verschiedene Optionen. Eine davon ist eine Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Auch andere Wege werden sondiert.

Konkrete Ergebnisse gibt es bislang nicht. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Geos Geilfuß in irgendeiner Form fortbestehen kann.

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Schwieriges Umfeld für den Textilhandel

Die Insolvenz von Geos Geilfuß steht nicht allein. Der Textil- und Raumausstattungshandel steht seit Jahren unter Druck. Onlinehandel, veränderte Kaufgewohnheiten und steigende Kosten belasten viele Betriebe.

Für Osnabrück ist der Fall dennoch besonders. Kaum ein Unternehmen in der Stadt kann auf eine vergleichbar lange Geschichte zurückblicken. 94 Jahre Firmengeschichte könnten nun enden.

Fazit

Die Insolvenz von Geos Geilfuß ist ein Verlust für den Wirtschaftsstandort Osnabrück. Ein Traditionsunternehmen kämpft ums Überleben. Ob die Sanierungsbemühungen Erfolg haben, bleibt abzuwarten. Für die 28 Mitarbeiter zählt vor allem eines: Klarheit darüber, wie es weitergeht.

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