Bildung

Team Acorn holt zweiten Feldrobotik-WM-Titel in Folge

Osnabrück ist erneut Weltmeister in der Feldrobotik. Das Team Acorn des Robotervereins Osnabotics hat beim diesjährigen Field-Robot-Event vier von fünf Disziplinen gewonnen. Damit verteidigt die Osnabrücker Mannschaft den Titel aus dem Vorjahr.

22 Köpfe, vier Siege, ein Titel

Dem Siegerteam gehören 22 Studierende und Promovierende an. Sie kommen von der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück und treten gemeinsam unter dem Dach des Vereins Osnabotics an.

Das Field-Robot-Event gilt als wichtigste internationale Veranstaltung für autonome Feldrobotik. Teams aus verschiedenen Ländern treten gegeneinander an. Die Roboter müssen selbstständig auf Äckern navigieren und Aufgaben erledigen.

Acorn gewann vier der fünf ausgeschriebenen Disziplinen. Bereits im Vorjahr hatte das Team den Weltmeistertitel geholt.

Maisfeld als Testgelände

Die Aufgaben des Wettbewerbs orientieren sich an der landwirtschaftlichen Praxis. Die Roboter müssen im Maisfeld präzise navigieren, den Boden gezielt behandeln und Tierarten auf dem Feld erkennen.

Eine der schwierigeren Aufgaben ist das Identifizieren kranker Pflanzen. Der Roboter des Osnabrücker Teams erkennt mithilfe von Kamerasystemen und Bildverarbeitung Auffälligkeiten an Pflanzen. Frühzeitig erkannte Krankheiten lassen sich gezielter bekämpfen.

Roboter übernimmt Bestäubung

Aufmerksamkeit erregte eine weitere Funktion des Osnabrücker Roboters. Das Team hat ein System entwickelt, das künstliche Bestäubung von Pflanzen ermöglicht. Der Roboter übernimmt dabei die Arbeit, die sonst Insekten leisten.

Vor dem Hintergrund sinkender Insektenpopulationen weltweit gewinnt maschinelle Bestäubung in der Landwirtschaft an Bedeutung. Das Osnabrücker Team hat gezeigt, dass ein autonomer Roboter diese Aufgabe übernehmen kann.

Hochschule und Universität

Der Verein Osnabotics bündelt die Aktivitäten beider Institutionen. Studierende können dort praktische Erfahrung in der Robotik sammeln. Wettbewerbe wie das Field-Robot-Event sind dabei ein konkretes Ziel und ein Leistungsnachweis nach außen.

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Für die beteiligten Studierenden und Promovierenden bedeutet der Titel auch, dass ihre Systeme unter Wettbewerbsbedingungen funktioniert haben. Das kann bei künftigen Projekten, Partnern und Fördergebern als Argument dienen.

Fazit

Zweimal Weltmeister in Folge: Osnabrück hat sich in der internationalen Feldrobotik einen festen Platz erarbeitet. Das Team Acorn arbeitet mit seinen Technologien an konkreten Fragen der Landwirtschaft, von der Pflanzenerkennung bis zur automatischen Bestäubung.

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