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Streit ums Kombi-Ticket: VfL und Stadt uneins

Wer zuletzt mit einer VfL-Eintrittskarte kostenlos Bus fahren wollte, konnte das tun. Seit der Saison 2023/24 galt an der Bremer Brücke das sogenannte Kombi-Ticket. Jede Dauer- und jede Tageskarte berechtigte Fans am Spieltag zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt im gesamten Verkehrsgebiet der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück. Zur neuen Saison ist dieses Angebot Geschichte. Das sorgt für Streit zwischen dem VfL Osnabrück und der Stadtverwaltung.

Stadt pocht auf Wiedereinführung

Die Stadt Osnabrück fordert die Rückkehr des Kombi-Tickets. Das Angebot hatte aus Sicht der Stadt mehrere Vorteile: Fans reisten mit dem Nahverkehr zum Stadion, was die Straßen rund um die Bremer Brücke entlastete. Parkplatzsuchende Autos blieben seltener aus. Der öffentliche Nahverkehr gewann an Spieltagen mehr Fahrgäste.

Das Kombi-Ticket war kein reines Fan-Bonbon, sondern auch ein verkehrspolitisches Instrument. Die Stadt sieht darin einen sinnvollen Beitrag zur Mobilität an Spieltagen und drängt darauf, das Modell fortzusetzen.

Welling bremst: VfL sieht Kosten als Problem

VfL-Geschäftsführer Welling bremst die Forderung der Stadt. Die genaue Begründung des Vereins ist öffentlich nicht vollständig bekannt. Klar ist: Das Kombi-Ticket hat für den VfL einen Preis. Der Verein muss die Fahrkosten mit der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück abrechnen oder ausgleichen.

Der VfL spielt aktuell in der 3. Liga. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga hat die finanzielle Lage des Vereins verändert. Bei engeren Budgets sind solche Zusatzleistungen schwerer zu stemmen.

Was das Kombi-Ticket leistete

Das Angebot galt seit der Saison 2023/24. Jede Dauerkarte und jedes Tagesticket für Liga-, Pokal- und Relegationsspiele enthielt automatisch ein Ticket für den Nahverkehr, gültig im gesamten Gebiet der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück. Fans aus dem Umland konnten damit ohne zusätzliche Kosten und ohne extra Ticket anreisen.

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Das Modell war einfach und für Fans attraktiv. Andere Vereine in Deutschland bieten ähnliche Modelle an.

Ein Konflikt mit offenem Ausgang

Der Streit zeigt ein grundsätzliches Problem. Stadt und Verein haben unterschiedliche Interessen. Die Stadt denkt in Kategorien von Verkehr und Stadtentwicklung, der VfL in Kategorien von Kosten und Wettbewerbsfähigkeit.

Unklar ist, ob es Gespräche über eine gemeinsame Finanzierung gibt. Theoretisch wäre denkbar, dass Stadt und VfL die Kosten teilen oder die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück einen eigenen Beitrag leistet. Solche Modelle gibt es in anderen Kommunen. Ob das in Osnabrück ein Thema ist, bleibt offen.

Für die Fans ist die Lage klar: Ein Vorteil, den sie drei Jahre lang hatten, ist weg. Wer künftig mit dem Bus zum Stadion fahren will, zahlt extra. Das trifft vor allem Fans aus dem Umland, die auf den Nahverkehr angewiesen sind.

Fazit

Das Ende des Kombi-Tickets ist auch ein Streit über Verantwortung: Wer zahlt für umweltfreundliche Mobilität an Spieltagen? Stadt und VfL geben sich gegenseitig den Ball. Eine Einigung ist vorerst nicht in Sicht. Für die Fans an der Bremer Brücke bedeutet das: Sie greifen wieder tiefer in die Tasche.

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