Verkehr

Straßenlaternen in Osnabrück: Fehlersuche gestaltet sich schwierig

Wenn es in Osnabrück regnet, tappen Fußgänger und Autofahrer an manchen Straßen im Dunkeln. Mehrere Straßenlaternen fallen immer wieder aus. Die Stadtwerke Osnabrück suchen nach der Ursache, doch die Fehlersuche erweist sich als außergewöhnlich schwierig.

Defekt tritt nur bei Regen auf

Das Tückische an dem Ausfall: Der Fehler zeigt sich nicht dauerhaft. Er tritt vor allem dann auf, wenn es kräftig regnet. Bei trockenem Wetter hingegen arbeitet die Beleuchtungsanlage scheinbar normal.

Genau das macht die Suche so kompliziert. Techniker können einen Defekt nur dann exakt lokalisieren, wenn er auch tatsächlich vorhanden ist. Liegt trockenes Wetter vor, lässt sich der Fehler kaum nachweisen.

Laut Stadtwerke-Sprecher Sebastian Philipp liegt der Fehler beim aktuellen Ausfall nicht unter der Erde. Das unterscheidet diesen Fall von vielen anderen Beleuchtungsausfällen in der Stadt, bei denen defekte Erdkabel die Ursache sind.

Wie die Stadtwerke Fehler normalerweise aufspüren

Die Stadtwerke Osnabrück betreiben die Straßenbeleuchtung in der Stadt. Das kommunale Unternehmen existiert seit 1858 und ist für Gas-, Wasser- und Stromversorgung zuständig. Auch der öffentliche Nahverkehr, der Hafen und mehrere Schwimmbäder gehören zum Aufgabenbereich.

Bei Beleuchtungsausfällen folgen die Techniker einem festen Verfahren. Zuerst grenzen sie den Fehler auf einen bestimmten Kabelstrang ein. Dann messen sie die genaue Stelle des Defekts. Anschließend beauftragen sie ein Tiefbauunternehmen, die Fehlerstelle freizuschachten. Erst dann können die Elektriker den Schaden beheben.

Bei einem unterirdischen Kabeldefekt dauert dieser Prozess oft mehrere Tage oder Wochen. Der betroffene Straßenabschnitt bleibt so lange dunkel.

Intermittierende Fehler sind besonders aufwendig

Fehler, die nur zeitweise auftreten, nennen Techniker intermittierende Defekte. Sie gelten als die schwierigsten Fälle überhaupt. Messgeräte zeigen nur dann einen Ausschlag, wenn der Fehler aktiv ist.

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Bei feuchter Witterung kann Wasser in Kabelverbindungen oder Steckdosen eindringen. Das verändert die elektrischen Eigenschaften der Leitung. Bei Trockenheit trocknet die Feuchtigkeit wieder ab. Der Fehler verschwindet scheinbar.

Um solche Defekte zu finden, müssen die Techniker im richtigen Moment vor Ort sein. Sie müssen messen, wenn es regnet. Das erfordert Planung und Geduld.

Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Dunkle Straßen sind kein Kavaliersdelikt. Fußgänger und Radfahrer sind auf funktionierende Beleuchtung angewiesen. Besonders in den Wintermonaten, wenn es früh dunkel wird, stellen ausgefallene Laternen ein Sicherheitsproblem dar.

Die Stadtwerke Osnabrück betonen, dass sie Beleuchtungsausfälle so schnell wie möglich beheben. Bei einfachen Defekten geht das oft innerhalb weniger Tage. Bei komplexen Fällen wie dem aktuellen kann es deutlich länger dauern.

Fazit: Geduld gefragt

Der aktuelle Beleuchtungsausfall in Osnabrück zeigt, wie anspruchsvoll die Instandhaltung städtischer Infrastruktur ist. Nicht jeder Defekt lässt sich mit einem einfachen Handgriff beheben. Die Stadtwerke arbeiten an einer Lösung. Wann die betroffenen Straßenlaternen wieder leuchten, ist derzeit noch offen. Das hängt letztlich auch vom Wetter ab.

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