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Sportausschuss gibt grünes Licht für Kunstrasen am Schölerberg

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Kunstrasenplatz am Schölerberg kommt. Der Osnabrücker Sportausschuss hat das seit Monaten umstrittene Projekt nun mehrheitlich genehmigt. Grüne und Volt lehnten den Beschluss ab. Damit endet eine politische Auseinandersetzung, die den Stadtrat seit Herbst 2025 beschäftigt.

Langer Weg zur Entscheidung

Die Stadtverwaltung hatte Ende April vorgeschlagen, den großen Rasenplatz auf der Sportanlage Schölerberg in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Finanziert werden soll das Projekt über knapp eine Million Euro. Das Land Niedersachsen hatte der Stadt bereits im September 2025 überraschend Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Doch der Weg zur Genehmigung war alles andere als reibungslos. Schon im Stadtrat im September 2025 hatte das Projekt für heftigen Streit gesorgt. Der Vorwurf: Oberbürgermeisterin Katharina Pötter habe Sportvereinen öffentlich Versprechungen gemacht, ohne den Rat einzubinden. Fast alle Fraktionen kritisierten das Vorgehen der Verwaltung damals scharf. Nur die CDU stellte sich hinter die Oberbürgermeisterin.

Im Dezember 2025 beschlossen die Grünen im Rahmen der Haushaltsberatungen, sämtliche Planungen zurückzustellen. Sie forderten zunächst die Klärung offener Fragen. Der Schul- und Sportausschuss hätte bereits Ende April grünes Licht geben können. Doch Grüne und Volt bremsten erneut.

Kritik aus Umwelt- und Sportperspektive

Die Grünen äußerten Bedenken aus mehreren Richtungen. Sie hinterfragten den tatsächlichen Bedarf an einem weiteren Kunstrasenplatz. Zudem seien Fragen zur Schul- und Freizeitnutzung sowie zum Umwelt- und Klimaschutz nicht ausreichend beantwortet worden.

Kunstrasenplätze gelten als wetterunabhängig und wartungsarm. Kritiker weisen jedoch auf ökologische Nachteile hin. Kunstrasensysteme enthalten synthetische Materialien. Sie speichern Wärme stärker als Naturrasen und können bei Regen Mikroplastik freisetzen.

Auch der Leichtathletik-Club hatte sich in die Debatte eingeschaltet. Er wandte sich an die Gruppe aus Grünen und Volt und äußerte Bedenken gegenüber den Plänen. Die Anlage am Schölerberg wird nicht nur vom SC Schölerberg genutzt. Mehrere Vereine und Schulen sind auf das Gelände angewiesen.

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SPD kommt Kritikern entgegen

Im Vorfeld der entscheidenden Ausschusssitzung zeigte sich die SPD-Fraktion gesprächsbereit. Sie machte Zugeständnisse, um eine breitere Mehrheit zu erreichen. Details zu den Kompromissangeboten wurden bislang nicht vollständig öffentlich gemacht.

Die Zugeständnisse reichten nicht aus, um Grüne und Volt zu überzeugen. Beide Fraktionen stimmten in der Sitzung des Sportausschusses erneut gegen das Projekt. Die übrigen Fraktionen sorgten dennoch für eine ausreichende Mehrheit.

SC Schölerberg als Hauptnutzer

Hauptbegünstigter des Umbaus ist der SC Schölerberg Osnabrück. Der Verein hatte sich einen Kunstrasenplatz gewünscht, um den Trainingsbetrieb wetterunabhängiger zu gestalten. Naturrasenplätze sind bei schlechter Witterung häufig gesperrt. Das schränkt den Spielbetrieb erheblich ein.

Die Sportanlage Schölerberg liegt inmitten eines grünen Stadtteils. Die Lage macht den Konflikt zwischen sportlichem Bedarf und Umweltbelangen besonders deutlich. Befürworter betonen die verbesserte Nutzbarkeit. Kritiker sehen einen Eingriff in das städtische Grün.

Fazit

Der Beschluss des Sportausschusses beendet eine ungewöhnlich lange und aufgeladene Debatte. Der Kunstrasenplatz am Schölerberg kann nun gebaut werden. Die politischen Gräben zwischen den Fraktionen bleiben aber sichtbar. Grüne und Volt haben angekündigt, ihre Bedenken weiter zu vertreten. Ob das Projekt im weiteren Verfahren noch auf Widerstand stößt, wird sich zeigen.

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