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Sonnensturm erreicht Erde: Polarlichter über Osnabrück möglich

Ein erneuter Sonnensturm schickt geladene Teilchen in Richtung Erde. Das Ergebnis: Polarlichter könnten in dieser Nacht auch über Osnabrück und dem Umland zu sehen sein. Bereits im Januar leuchtete der Himmel selbst in der Innenstadt in grünen und roten Tönen.

Was hinter dem Naturschauspiel steckt

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Sonnenteilchen auf Moleküle der Erdatmosphäre treffen. Dabei wird Energie freigesetzt, die als Licht sichtbar wird. Je stärker der Sonnensturm, desto weiter südlich sind die Lichter zu beobachten.

Die Sonne befindet sich derzeit in einer aktiven Phase ihres etwa elfjährigen Zyklus. Starke Sonnenstürme treten in dieser Zeit häufiger auf. Das erklärt, warum Polarlichter in den vergangenen Monaten mehrfach bis nach Niedersachsen gereicht haben.

Björn Voss, Direktor des Hamburger Planetariums, hat betont: Eine sichere Vorhersage ist nicht möglich. Die Aktivität der Sonne lässt sich nur bedingt berechnen. Trotzdem lohnt sich ein Blick nach draußen, wenn die Bedingungen günstig sind.

Wo im Osnabrücker Land die Chancen am besten sind

Wer Polarlichter beobachten will, braucht vor allem eines: Dunkelheit. Ortsränder und freie Flächen ohne Straßenbeleuchtung sind ideal. Der Blick sollte möglichst ungehindert Richtung Norden gehen.

Im Osnabrücker Land bieten sich mehrere Standorte an. Geeignet sind Flächen bei Wallenhorst, Belm oder zwischen Bramsche und den nördlichen Höhenzügen. Auch von Georgsmarienhütte und Melle aus lohnt sich der Versuch, wenn man dem Stadtlicht ausweicht.

Wer ein Smartphone dabei hat, sollte die Kamera nutzen. Sensoren moderner Geräte erfassen Polarlichter oft deutlicher als das bloße Auge. Grüne, rote oder violette Schleier am Horizont sind typische Anzeichen.

Bewölkung bleibt der größte Unsicherheitsfaktor

Ob das Schauspiel tatsächlich zu sehen ist, hängt stark vom Wetter ab. Zu Beginn der Nacht soll die Wahrscheinlichkeit für einen weitgehend freien Himmel noch gut sein. Im Verlauf der Nacht kann Bewölkung die Sicht einschränken.

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Wer früh draußen ist, hat deshalb bessere Chancen. Ein kurzer Blick nach Mitternacht kann sich trotzdem lohnen. Pausen in der Wolkendecke reichen manchmal aus, um die Lichter kurz zu erkennen.

Tipps für die Beobachtung

Augen brauchen etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Handydisplays und helle Laternen stören dabei. Wer Geduld mitbringt und sich vom Stadtrand aus aufstellt, hat die besten Voraussetzungen.

Spezielle Apps und Webseiten zur Polarlichtervorhersage können helfen, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Sie zeigen den sogenannten Kp-Index an. Dieser Wert beschreibt die Stärke des geomagnetischen Sturms. Ab einem Kp-Wert von 5 sind Polarlichter in Norddeutschland grundsätzlich möglich.

Fazit: Gelegenheit nutzen

Polarlichter über Osnabrück sind kein alltägliches Ereignis. Die aktuelle Sonnenaktivität bietet jedoch immer wieder Gelegenheiten. Wer diese Nacht draußen verbringt, einen dunklen Standort wählt und den Blick nach Norden richtet, kann Glück haben. Das Wetter entscheidet am Ende mit.

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