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Schockanrufe auf Russisch: Täter weiten Aktionsraum aus

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Russischsprachige Telefonbetrüger treiben ihr Unwesen weit über Osnabrück hinaus. Innerhalb weniger Wochen hat die Polizei zahlreiche vollendete Fälle registriert. Senioren übergaben dabei hohe Geldsummen an unbekannte Abholer. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizeiangaben auf rund 90.000 Euro.

Täter sprechen gezielt Russischsprachige an

Das Muster ist bei allen Fällen nahezu identisch. Die Täter rufen auf Russisch an. Sie geben vor, ein Familienmitglied des Opfers habe einen schweren Unfall verursacht. Nun sei Geld nötig, um eine Haftstrafe abzuwenden. Die Opfer geraten unter Druck. Sie übergeben Bargeld oder Wertsachen an einen unbekannten Abholer.

Die Polizei Osnabrück bestätigt, dass die Täter ihre Opfer gezielt unter russischsprachigen Bürgerinnen und Bürgern suchen. Das unterscheidet diese Serie von herkömmlichen Schockanrufen. Die Betrüger nutzen offenbar Sprachkenntnisse, um besonderes Vertrauen zu schaffen.

Fälle in Hilter, Schinkel und Quakenbrück

Die bekannt gewordenen Fälle verteilen sich über mehrere Orte im Stadtgebiet und im Landkreis. Betroffen waren unter anderem Senioren in Hilter, im Stadtteil Schinkel sowie in Quakenbrück. In Hilter übergaben zwei Opfer an einem einzigen Freitag hohe vierstellige Bargeldsummen an unbekannte Abholer.

Innerhalb von kaum mehr als zwei Wochen zählte die Polizei mindestens fünf vollendete Fälle in Stadt und Landkreis Osnabrück. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Nicht alle Betroffenen erstatten Anzeige.

Serie weitet sich auf Steinfurt und Minden aus

Die Täter beschränken sich nicht mehr auf die Region Osnabrück. Sechs weitere Fälle wurden aus dem Kreis Steinfurt und aus Minden gemeldet. Die Masche ist dort dieselbe. Das deutet auf eine organisierte Tätergruppe hin, die überregional agiert.

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Für die Ermittler ist das ein wichtiger Hinweis. Eine solche Serie verlangt koordiniertes Vorgehen. Die Täter verfügen offenbar über Adress- oder Telefonlisten mit russischsprachigen Personen. Woher diese Listen stammen, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Polizei Osnabrück hat die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Wer Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe von Übergabeorten hat, soll sich melden. Die Rufnummern lauten 0541/327-3303 und 0541/327-2115.

Besonders wichtig: die Beschreibung von Abholern und deren Fahrzeugen. Die Geldübergaben finden oft im öffentlichen Raum statt. Zeugen bemerken solche Situationen manchmal, ohne den Zusammenhang zu erkennen.

So schützen sich Betroffene

Die Polizei gibt klare Hinweise zum Schutz vor dieser Betrugsmasche. Wer einen solchen Anruf erhält, soll auflegen. Keine Behörde und kein Gericht fordert am Telefon Bargeld. Eltern oder Großeltern sollten direkt beim Kind oder Enkel zurückrufen, nie unter der Nummer, die der Anrufer nennt.

Außerdem rät die Polizei: Betroffene sollen niemanden vor der Tür einlassen, den sie nicht kennen. Sie sollen Verwandte sofort informieren. Und sie sollen keine Scheu haben, den Notruf 110 zu wählen, wenn ein Abholer erscheint.

Fazit: Gefahr bleibt hoch

Die Serie russischsprachiger Schockanrufe hält an. Die Täter sind skrupellos und professionell. Sie nutzen Sprachbarrieren und das Vertrauen älterer Menschen gezielt aus. Der bekannte Schaden von rund 90.000 Euro zeigt, wie ernst die Lage ist. Die Polizei ermittelt. Wer gefährdet sein könnte, sollte Angehörige jetzt ansprechen und warnen.

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