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Schildkröte am Rosenplatz: Tier in Osnabrück ausgesetzt?

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Eine Wasserschildkröte am Rosenplatz in Osnabrück hat Passanten aufgeschreckt. Das Tier wurde in dem innenstadtnahen Bereich entdeckt. Der Verdacht liegt nahe: Jemand hat das Tier einfach ausgesetzt.

Fund mitten in der Stadt

Der Rosenplatz liegt zentral in Osnabrück. Dort befindet sich auch der Sitz des NABU in der Region. Dass dort eine Wasserschildkröte auftaucht, ist ungewöhnlich. Heimisch sind solche Tiere in deutschen Gewässern nicht.

Wasserschildkröten stammen häufig aus Nordamerika oder Südostasien. Die bekannteste Art ist die Rotwangenschmuckschildkröte. Sie wurde jahrzehntelang als Heimtier verkauft. Viele Halter unterschätzen den Aufwand der Haltung. Wenn die Tiere zu groß oder zu aufwendig werden, landen sie im Freiland.

Ein bundesweites Problem

Das Aussetzen von Wasserschildkröten ist kein Einzelfall. Studien zeigen: Besonders viele Schildkröten tauchen in und um Städte auf. Das Ruhrgebiet, Hamburg, Heidelberg und München sind bekannte Schwerpunkte. Dort setzen Menschen ihre Tiere gezielt in Gewässer aus.

Auch in Niedersachsen gibt es vergleichbare Fälle. In Hildesheim etwa wurden am Kalenberger Graben regelmäßig ausgesetzte Schildkröten gefunden. Das dortige Tierheim kümmert sich um die Tiere. Die Aufnahme ist aufwendig und kostspielig.

Das Aussetzen von Tieren ist in Deutschland verboten. Es gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern geahndet werden. Trotzdem passiert es immer wieder.

Gefahr für Tier und Ökosystem

Für die Schildkröten selbst ist das Aussetzen lebensgefährlich. Sie sind an die Bedingungen im Heimaquarium gewöhnt. Natürliche Gewässer bieten ein anderes Nahrungsangebot. Tiere, die jahrelang einseitig gefüttert wurden, nehmen unbekannte Futtertiere oft nicht an.

Dazu kommt die Klimagefahr. Nordamerikanische Arten wie die Rotwangenschmuckschildkröte überleben milde Winter in deutschen Gewässern. Sie können sich dort dauerhaft ansiedeln. Das bedroht heimische Arten. Einheimische Wasserpflanzen und Kleintiere geraten unter Druck.

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Schnappschildkröten stellen ein besonderes Risiko dar. Sie erreichen ein erhebliches Gewicht und können bei Anglern Schäden anrichten. Nach Hochwasserereignissen werden immer wieder ausgesetzte Exemplare gefunden. Auffangstationen sind dann schnell überlastet.

Was mit dem Tier am Rosenplatz passiert

Wie mit der in Osnabrück gefundenen Schildkröte verfahren wird, ist derzeit unklar. In solchen Fällen werden Tiere üblicherweise in Auffangstationen oder Tierheimen untergebracht. Dort kommen sie zunächst in Quarantäne. Erst danach wird über eine Vermittlung oder dauerhafte Unterbringung entschieden.

Tierheime in der Region sind auf solche Fälle nur bedingt vorbereitet. Die Haltung von Wasserschildkröten erfordert spezielle Becken, Wärmelampen und Fachkenntnisse. Kapazitäten sind begrenzt.

Appell an Tierhalter

Wer eine Wasserschildkröte nicht mehr halten kann oder will, sollte sich an Tierheime oder Reptilienauffangstationen wenden. Viele Organisationen nehmen Tiere ab. Das Aussetzen in freier Natur ist keine Lösung, weder für das Tier noch für die Umwelt.

Wer eine Schildkröte in einem Osnabrücker Gewässer oder an einem öffentlichen Platz findet, sollte das zuständige Tierheim oder die städtischen Behörden informieren. Das Tier sollte nicht eigenmächtig eingefangen oder umgesetzt werden.

Fazit

Der Fund am Rosenplatz ist symptomatisch. Ausgesetzte Wasserschildkröten sind in deutschen Städten ein verbreitetes Problem. Die Tiere leiden, das Ökosystem wird belastet. Wer ein Tier abgeben muss, hat legale Alternativen. Das Aussetzen bleibt verboten und schadet allen Beteiligten.

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