Russischsprachige Betrüger ergaunern Senioren tausende Euro
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Betrüger haben erneut ältere Menschen im Osnabrücker Land mit Schockanrufen um hohe Geldsummen gebracht. Diesmal traf es Opfer in Osnabrück und in Hilter. Die Anrufer kommunizierten auf Russisch. Die Polizei bestätigt mehrere vollendete Fälle.
Masche mit erschreckender Regelmäßigkeit
Die Betrugsmasche ist bekannt, doch sie funktioniert weiterhin. Unbekannte Täter rufen bei Senioren an. Sie geben sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Verwandte aus. Dann schildern sie eine angebliche Notlage. Ein Familienmitglied sei in einen Unfall verwickelt, heißt es oft. Nur mit sofortiger Geldzahlung könne geholfen werden.
Was die Fälle im Osnabrücker Land besonders macht: Die Täter sprechen Russisch. Das deutet auf eine organisierte Tätergruppe hin, die gezielt russischsprachige Senioren anruft. Schon vor einigen Tagen hatte die Polizei über ähnliche Fälle in der Region berichtet. Nun kommen weitere Vorfälle hinzu.
Neue Fälle in Osnabrück und Hilter
Die Polizeidirektion Osnabrück muss sich mit mindestens zwei weiteren vollendeten Schockanrufen befassen. Die Taten ereigneten sich in der Stadt Osnabrück sowie in der Gemeinde Hilter am Teutoburger Wald. In beiden Fällen übergaben die Opfer Bargeld an unbekannte Abholer.
Die Schadenssummen liegen im vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Genaue Zahlen nannte die Polizei nicht in allen Fällen. Bereits früher hatte eine Seniorin aus Quakenbrück durch einen solchen Anruf einen fünfstelligen Betrag verloren.
Täter nutzen Vertrauen und Zeitdruck
Die Täter arbeiten professionell. Sie bauen Druck auf und lassen ihren Opfern kaum Zeit zum Nachdenken. Wer zögert, wird unter Vorwänden weiter unter Druck gesetzt. Die Anrufer sprechen fließend Russisch. Das schafft Vertrauen bei Menschen, für die Russisch die Muttersprache ist.
Die Masche läuft meist nach demselben Schema ab. Zunächst ruft jemand an, der sich als Behördenvertreter ausgibt. Dann kommt die Forderung nach Bargeld. Schließlich erscheint ein Abholer an der Haustür und nimmt das Geld entgegen. Die Täter sind zu diesem Zeitpunkt oft schon weit weg.
Polizei rät zur Vorsicht
Die Polizei Osnabrück appelliert an ältere Menschen und deren Angehörige. Wer einen solchen Anruf erhält, soll sofort auflegen. Keine Behörde und kein Gericht fordert telefonisch Bargeld. Wer unsicher ist, soll den Notruf 110 wählen oder Verwandte anrufen.
Wichtig ist auch: Niemals soll Bargeld an unbekannte Personen übergeben werden. Wer an der Haustür steht und Geld verlangt, ist kein Polizist. Echte Ermittler kündigen sich mit einem offiziellen Ausweis an und fordern kein Bargeld.
Die Polizei bittet außerdem darum, ältere Nachbarn, Eltern und Großeltern auf die Masche hinzuweisen. Gespräche im Vorfeld können im Ernstfall Leben ersparen.
Fazit: Betrugsserie reißt nicht ab
Die Häufung der Fälle zeigt: Die Täter sind aktiv und wechseln lediglich ihren Einsatzort. Osnabrück und das Umland sind kein Einzelfall. Die Polizei ermittelt. Doch der beste Schutz bleibt Aufklärung. Wer die Masche kennt, fällt nicht darauf herein.



