Quakenbrück: Kreisverkehr-Umbau stockt wegen überhöhter Angebote

Die Sanierung eines unfallträchtigen Kreisverkehrs in Quakenbrück verzögert sich um mehrere Monate. Grund dafür sind überhöhte Angebote von Baufirmen. Die zuständige Behörde lehnte die eingereichten Offerten ab und ordnete eine erneute Ausschreibung an.
Angebote lagen zu weit über dem Kostenrahmen
Der betroffene Kreisverkehr befindet sich in der Nähe des Edeka-Marktes in Quakenbrück. Er gilt seit längerer Zeit als unfallträchtig. Eine Sanierung sollte die Verkehrssicherheit an diesem Punkt deutlich verbessern.
Doch die Ausschreibung verlief nicht wie geplant. Die eingegangenen Angebote der Baufirmen lagen offenbar deutlich über dem von der Behörde kalkulierten Budget. Daraufhin entschied die zuständige Stelle, die Ausschreibung zu wiederholen. Das kostet Zeit.
Eine neue Ausschreibung bedeutet in der Praxis: Der gesamte Vergabeprozess beginnt von vorn. Fristen müssen erneut eingehalten werden. Bieter bekommen Zeit zur Kalkulation. Erst danach kann ein Auftrag vergeben werden.
Verzögerung um mehrere Monate
Durch den Neustart des Vergabeverfahrens verschiebt sich der Baubeginn um mehrere Monate. Wann die Arbeiten konkret starten können, ist derzeit noch offen. Das hängt vom Ergebnis der neuen Ausschreibung ab.
Für Autofahrer und Anwohner bedeutet das: Der Kreisverkehr bleibt vorerst in seinem jetzigen Zustand. Die bekannten Mängel an der Stelle werden nicht kurzfristig behoben.
Quakenbrück investiert an mehreren Stellen ins Straßennetz
Der Kreisverkehr am Edeka-Markt ist nicht das einzige Bauprojekt im Quakenbrücker Stadtgebiet. An der Friedrich-Ebert-Straße läuft bereits eine umfangreiche Sanierung. Diese Maßnahme dauert nach aktuellen Planungen rund ein Jahr.
Im Zuge dieser Bauarbeiten wird eine bestehende Kreuzung zu einem Kreisverkehr umgebaut. Ziel ist auch hier eine höhere Verkehrssicherheit. Die Planungen sehen eine grundlegende Umgestaltung des Straßenabschnitts vor.
Auch die Bremer Straße steht auf der Sanierungsliste der Stadt. Dort handelt es sich um eine Kreisstraße. Das Planungsbüro Hahm hat für diesen Abschnitt einen Entwurf vorgelegt. Vorgesehen sind ein Minikreisverkehr, zwei Querungshilfen sowie Beete mit Bäumen. Die Maßnahme soll in erster Linie die Verkehrssicherheit verbessern.
Vergabeprozesse als Knackpunkt bei Bauprojekten
Das Problem überhöhter Angebote bei öffentlichen Ausschreibungen ist kein Einzelfall. Behörden sind verpflichtet, Aufträge im Rahmen des genehmigten Budgets zu vergeben. Liegen alle Angebote darüber, bleibt oft nur die Wiederholung des Verfahrens.
Das treibt die Kosten für Planung und Verwaltung in die Höhe. Außerdem verzögert es notwendige Baumaßnahmen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Projekten wie der Kreisverkehr-Sanierung ist das für die Betroffenen unbefriedigend.
Auch der Geschäftsbereich Osnabrück der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant für 2026 zahlreiche Sanierungen im Landkreis Osnabrück. Neben großen Projekten stehen auch kleinere Verkehrsinstandsetzungen auf dem Programm. Die genauen Zeitpläne werden jeweils an den Baustellen kommuniziert.
Fazit
Quakenbrück muss beim Kreisverkehr nahe dem Edeka-Markt länger als geplant warten. Die überhöhten Angebote aus der ersten Ausschreibungsrunde zwingen die Behörde zum Neustart. Wann die Sanierung beginnt, bleibt bis zum Abschluss des neuen Vergabeverfahrens offen. Die Verkehrssicherheit an dieser Stelle bleibt damit vorerst ein offenes Problem.



