Quakenbrück: 1589er-Schützen feiern ihr Jahresfest
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Vier Tage lang steht Quakenbrück ganz im Zeichen des Schützenwesens. Der Schützenverein von 1589 richtet sein traditionelles Schützenfest auf dem Schützenplatz aus. Der Höhepunkt ist die Proklamation des neuen Königs am Samstag. Amtsinhaber Nils Wielage gibt die Königswürde damit ab.
Mehr als 400 Jahre Vereinsgeschichte
Der Schützenverein Quakenbrück blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1589 reicht. Das macht ihn zu einem der ältesten organisierten Schützenvereine der Region. Das Schützenfest ist für viele Mitglieder weit mehr als ein geselliges Beisammensein. Es steht für ein Stück lokale Identität.
Die Vereinsgeschichte spiegelt sich auch im Selbstverständnis der Mitglieder wider. Tradition und Gemeinschaft sind die zwei Säulen, auf denen das Fest ruht. Das zeigt sich beim Ausmarsch ebenso wie bei der feierlichen Proklamation.
Proklamation als zentrales Ereignis
Am Samstag wird das neue Königspaar offiziell proklamiert. Wer die Nachfolge von Nils Wielage antritt, entscheidet das Vogelschießen. Der neue König wählt anschließend seine Königin. Gemeinsam bilden sie den Thron für das kommende Jahr.
2023 stellte Maximilian Rump den Schützenkönig. Sein Hofstaat umfasste neben Königin Jule auch Birgit Rump, Matthias Rump, Kathrin Möller sowie Sigrun und Christian Vater. Ob der neue Hofstaat ähnlich groß ausfällt, zeigt sich nach der Proklamation.
Mit der Königswürde ist heute keine Steuerbefreiung mehr verbunden. Diese historische Praxis, die einst den Schützenkönig privilegierte, gehört der Vergangenheit an. Geblieben ist der symbolische Charakter des Amtes: Der König repräsentiert den Verein für ein Jahr nach außen.
Vier Tage Programm für die ganze Stadt
Das Schützenfest zieht jedes Jahr viele Besucher aus Quakenbrück und der Umgebung an. Das Programm erstreckt sich über vier Tage. Neben der Proklamation gehören der Ausmarsch und das gemeinsame Feiern zum festen Ablauf.
Schützenfeste dieser Größenordnung prägen das gesellschaftliche Leben in der Region. Vergleichbare Veranstaltungen wie das Schützenfest in Dinklage oder im Emsland zeigen, wie lebendig dieses Brauchtum im Nordwesten geblieben ist. Beim großen Ausmarsch können mehrere Hundert Schützen zusammenkommen.
Jung und Alt beim Fest vereint
Das Schützenfest spricht Mitglieder aller Altersgruppen an. Viele Vereine binden Kinder und Jugendliche früh in das Vereinsleben ein. So wird das Brauchtum von Generation zu Generation weitergegeben. Auch beim Quakenbrücker Schützenverein gehört dieser Gedanke zum Selbstverständnis.
Aktive und passive Mitglieder feiern gemeinsam. Der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Züge und Abteilungen ist ein wichtiger Teil des Festes. Freundschaften, die beim Schützenfest entstehen, halten oft ein Leben lang.
Fazit
Das Schützenfest der 1589er ist mehr als ein Volksfest. Es ist ein Ereignis, das den Zusammenhalt in Quakenbrück sichtbar macht. Mit der Proklamation des neuen Königs am Samstag erreicht das diesjährige Fest seinen Höhepunkt. Die mehr als 400-jährige Geschichte des Vereins gibt diesem Moment ein besonderes Gewicht.



