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Polizei Osnabrück zerschlägt Netzwerk: Stellvertreter bei Prüfungen

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die Polizei Osnabrück hat ein mutmaßliches Netzwerk von Prüfungsbetrügern ausgehoben. Bei koordinierten Razzien wurden zwei Verdächtige aus dem Kreis Osnabrück festgenommen. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen neun Personen im Alter zwischen 26 und 51 Jahren.

Fremde legen Prüfungen ab, der Ausweis gehört jemand anderem

Das mutmaßliche Betrugssystem folgte einem einfachen Muster. Die Verdächtigen sollen als Stellvertreter zu Prüfungen erschienen sein, den Test abgelegt und dabei den Ausweis des eigentlichen Prüflings vorgezeigt haben. Dafür kassierten sie Geld.

Laut Ermittlern waren verschiedene Prüfungsarten betroffen, darunter Führerscheinprüfungen und Sprachtests. Beide sind gängige Voraussetzungen etwa für Einbürgerungen oder den Erwerb eines Aufenthaltstitels.

Die Razzien fanden in Lienen und drei weiteren Städten statt. Lienen liegt im Kreis Steinfurt, grenzt aber unmittelbar an den Kreis Osnabrück. Geführt werden die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Bundesweites Netzwerk im Visier der Ermittler

Die Polizei spricht von einem bundesweit tätigen Netzwerk. Mindestens 100 Fälle werden derzeit geprüft.

Neben dem Prüfungsbetrug ermitteln die Behörden auch wegen Schleuserdelikten. Die genauen Zusammenhänge sind noch Gegenstand der Untersuchungen.

Auch ein Prüfer unter Verdacht

Gegen einen Prüfer wird ebenfalls ermittelt. Er soll an dem System beteiligt gewesen sein. Details nannten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht.

Die Beteiligung eines Prüfers hätte eine Identitätstäuschung erheblich erleichtert, da sie ohne Mitwisser auf Prüferseite deutlich schwerer durchzuführen wäre.

Zwei Festnahmen im Kreis Osnabrück

Im Zuge der Razzien wurden zwei Verdächtige aus dem Kreis Osnabrück festgenommen. Angaben zu ihrer Identität oder Nationalität machten die Behörden nicht. Ob sie in Untersuchungshaft kamen, war zunächst nicht bekannt.

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Die Durchsuchungen liefen koordiniert ab, mehrere Einsatzorte wurden gleichzeitig aufgesucht. Ein solches Vorgehen soll verhindern, dass Tatverdächtige Beweise vernichten oder sich absprechen können.

Mögliche Folgen für Betroffene

Für Personen, die Prüfungen auf diesem Weg bestanden haben sollen, drohen weitreichende Konsequenzen. Erworbene Führerscheine könnten für ungültig erklärt werden. Aufenthaltstitel, die auf der Grundlage gefälschter Sprachtests erteilt wurden, stehen ebenfalls zur Überprüfung an.

Wie viele Prüfungsorganisationen betroffen sind, ist noch offen.

Ermittlungen dauern an

Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück haben die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Auswertung der sichergestellten Beweise läuft. Weitere Verdächtige können nicht ausgeschlossen werden.

Die Verdächtigen sollen über längere Zeit unentdeckt agiert haben. Die Zahl von mindestens 100 geprüften Fällen deutet auf ein organisiertes Vorgehen hin.

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