Gesundheit

Osnabrückerin kämpft sich aus der Alkoholabhängigkeit

Marion Mosler aus Osnabrück war jahrelang alkoholabhängig. Heute ist sie trocken. Ihr Weg dorthin führte über eine Klinik im Saarland und eine Selbsthilfegruppe in ihrer Heimatstadt. Ihre Geschichte steht für viele Menschen, die in Osnabrück mit einer Sucht kämpfen.

Wenn Alkohol das Leben bestimmt

Alkoholabhängigkeit entwickelt sich oft schleichend. Lebenskrisen, familiäre Konflikte oder anhaltender Stress können den Griff zur Flasche fördern. Was als gelegentliches Trinken beginnt, wird für manche zur unkontrollierbaren Gewohnheit. Marion Mosler kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung.

Die Osnabrückerin trank über viele Jahre hinweg regelmäßig Alkohol. Irgendwann war klar: Sie konnte nicht mehr aufhören. Die Sucht hatte die Kontrolle übernommen. Ohne professionelle Hilfe war ein Ausstieg kaum möglich.

Therapie und Selbsthilfe als Ausweg

Den ersten Schritt machte Marion Mosler mit einem Aufenthalt in einer Fachklinik im Saarland. Dort erhielt sie die medizinische und psychologische Unterstützung, die für einen Entzug notwendig ist. Stationäre Behandlung gilt als wichtige Grundlage für langfristige Abstinenz.

Zurück in Osnabrück suchte sie Anschluss bei den Guttemplern. Die Guttempler sind eine Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Suchtproblemen. Sie bieten Gesprächsrunden, gegenseitige Unterstützung und ein stabiles soziales Netz für Betroffene.

Diese Kombination aus klinischer Behandlung und Selbsthilfe ist kein Einzelfall. Suchtexperten empfehlen häufig genau diesen zweigleisigen Weg: professionelle Therapie als Basis, Selbsthilfe als langfristige Stütze im Alltag.

Hilfsangebote in Osnabrück

In der Stadt Osnabrück gibt es mehrere Anlaufstellen für Suchtkranke und deren Angehörige. Die Diakonie Osnabrück betreibt drei Standorte im Stadtgebiet. Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention befindet sich in der Lotterstraße 125. Sie bietet klassische Beratung, ambulante Rehabilitation und Präventionsarbeit an.

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Auch die Caritas verfügt über eine Fachambulanz in Osnabrück. Sie berät Betroffene zu ersten Schritten aus der Sucht. Die Diakonie bietet zudem die Möglichkeit, den Alkoholkonsum zu reduzieren, ohne zwingend vollständige Abstinenz anstreben zu müssen.

Wer sofort Hilfe benötigt, kann rund um die Uhr die bundesweite Telefonberatung für Sucht- und Drogenfragen nutzen. Das Angebot richtet sich an Betroffene und Angehörige gleichermaßen.

Angehörige sind oft mitbetroffen

Alkoholabhängigkeit belastet nicht nur die Betroffenen selbst. Auch Partner, Kinder und Freunde leiden unter der Situation. Fachleute sprechen von sogenannter Co-Abhängigkeit. Angehörige geraten häufig in Hilflosigkeit und Schuldgefühle. Auch für sie gibt es Beratungsangebote in Osnabrück.

Trocken bleiben: eine tägliche Aufgabe

Marion Mosler hat den Ausstieg geschafft. Doch Abstinenz bedeutet keine einmalige Entscheidung. Sie ist eine tägliche Aufgabe. Rückfälle sind bei Alkoholabhängigkeit keine Seltenheit. Fachleute betonen deshalb die Bedeutung stabiler sozialer Strukturen nach einer Therapie.

Selbsthilfegruppen wie die Guttempler bieten genau das: regelmäßige Treffen, verlässliche Gemeinschaft und Menschen, die den gleichen Weg kennen. Für Marion Mosler war das ein entscheidender Faktor auf dem Weg in ein Leben ohne Alkohol.

Fazit

Der Fall von Marion Mosler zeigt: Alkoholabhängigkeit ist behandelbar. Der Weg ist lang und erfordert professionelle Unterstützung sowie ein stabiles Umfeld. In Osnabrück stehen dafür mehrere Einrichtungen bereit. Wer selbst betroffen ist oder jemanden kennt, der Hilfe braucht, muss nicht alleine bleiben.

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