Osnabrücker Stiftungen locken mit 1000 Euro für Entsiegelung
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Vier Osnabrücker Stiftungen setzen auf Spieltrieb, um ein ernstes Stadtproblem anzugehen. Ab August können Teams per Smartphone-App an einer Schnitzeljagd zum Thema Flächenentsiegelung teilnehmen. Der Hauptpreis beträgt 1000 Euro.
Spielerischer Ansatz gegen Hitzeinsel Osnabrück
Versiegelte Flächen sind ein wachsendes Problem in vielen deutschen Städten. Asphalt, Beton und Pflaster speichern Wärme. Sie heizen die Umgebung auf und lassen Regenwasser nicht versickern. Auch Osnabrück ist davon betroffen.
Um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen, haben vier Osnabrücker Stiftungen eine ungewöhnliche Kampagne entwickelt. Sie kombinieren digitale Spielelemente mit einem konkreten Umweltthema. Das Prinzip: Wer sich spielerisch mit Entsiegelung beschäftigt, sammelt Punkte und kann Preisgelder gewinnen.
Kampagne startet im August
Die Aktion soll im August beginnen. Teilnehmer nutzen eine Schnitzeljagd-App auf ihrem Smartphone. Die App verwandelt das Gerät in eine Art digitale Schatzkarte. Teams bewegen sich durch die Stadt und lösen Aufgaben rund um das Thema versiegelte Flächen.
Je mehr Punkte ein Team sammelt, desto besser die Chancen auf einen der Preise. Die drei besten Teams erhalten ein Preisgeld. Der erste Platz ist mit 1000 Euro dotiert. Auch die Plätze zwei und drei werden prämiert.
Was ist Flächenentsiegelung?
Unter Entsiegelung versteht man das Aufbrechen oder Entfernen wasserdichter Beläge. Parkplätze, Hofeinfahrten oder Gehwege können etwa durch wasserdurchlässiges Pflaster oder Begrünung ersetzt werden. Das Regenwasser kann dann versickern. Die Umgebung kühlt sich ab. Stadtgrün kann entstehen.
Städte wie Osnabrück stehen vor der Aufgabe, mehr Grün in dicht bebaute Bereiche zu bringen. Die Kampagne der vier Stiftungen zielt darauf ab, Bürgerinnen und Bürger für genau diese Zusammenhänge zu sensibilisieren.
Stiftungen als treibende Kraft
Hinter der Aktion stehen vier Stiftungen aus Osnabrück. Welche das konkret sind, wurde bislang nicht vollständig kommuniziert. Die Stiftungen stellen gemeinsam das Preisgeld bereit. Sie organisieren die Kampagne und wollen damit einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten.
Der Ansatz, Bürger über einen Wettbewerb zu aktivieren, ist nicht neu. Aber die Verknüpfung von App, Bewegung und Umweltthema ist für Osnabrück eine Premiere. Die Schnitzeljagd-App, die eingesetzt werden soll, hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den Deutschen Kindersoftwarepreis.
Fazit: Bewusstsein schaffen durch Mitmachen
Die Kampagne verfolgt ein klares Ziel: Osnabrücker sollen sich aktiv mit dem Thema Flächenentsiegelung auseinandersetzen. Der spielerische Rahmen senkt die Hemmschwelle. Wer mitmacht, lernt die eigene Stadt aus einem neuen Blickwinkel kennen.
Ob die Aktion langfristig Wirkung zeigt, hängt von der Beteiligung ab. Der Start im August gibt den Stiftungen die warmen Sommermonate, um möglichst viele Teams zu mobilisieren. Für Osnabrück wäre ein breites Interesse ein Signal: Das Thema Klimaanpassung kommt in der Stadtgesellschaft an.



