Osnabrücker Start-up vermietet Gemüsebeete in Sutthausen

Wer in Osnabrück wohnt und keinen eigenen Garten hat, kann trotzdem Gemüse, Kräuter oder Blumen anbauen. Das Start-up „The Greenhouse“ macht es möglich. Seit Frühjahr 2022 vermietet das Unternehmen Gartenflächen auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei im Stadtteil Sutthausen.
Von der Hochschule in die Selbstständigkeit
Hinter dem Konzept stecken Ann-Kathrin Gödeke und Marlon Matthaei. Beide haben an der Hochschule Osnabrück studiert. Nach dem Abschluss wagten sie gemeinsam den Schritt in die Selbstständigkeit.
Ihr Ziel ist klar formuliert: Allen Osnabrückern soll die Möglichkeit geboten werden, eine Grünfläche zu mieten. Dort können sie unkompliziert Gemüse, Obst, Kräuter oder Blumen anbauen. Seit Mitte März 2022 ist das Angebot verfügbar.
Beete auf rund 50 Quadratmetern
Interessierte können einen Gemüsegarten mit einer Größe von rund 50 Quadratmetern mieten. Alternativ steht auch ein Hochbeet zur Auswahl. Beide Varianten befinden sich auf dem Gelände in Sutthausen.
Das Besondere: Die Beete werden unkrautfrei und vorgedüngt übergeben. Gartengeräte sind im Mietangebot bereits enthalten. Wer anfangen möchte, braucht also kein eigenes Werkzeug mitzubringen.
Niedrigschwelliger Einstieg als Prinzip
Gründer Marlon Matthaei beschreibt die Philosophie des Unternehmens so: Der Einstieg ins Gärtnern soll so unkompliziert wie möglich sein. Das Konzept richtet sich ausdrücklich auch an Menschen ohne Gartenerfahrung.
Flexibilität und Selbstbestimmung stehen dabei im Vordergrund. Wer ein Beet mietet, entscheidet selbst, was angebaut wird. Feste Vorgaben zur Bepflanzung gibt es nicht.
Urban Gardening als wachsendes Stadtthema
Das Konzept von „The Greenhouse“ trifft einen Nerv. Viele Stadtbewohner wünschen sich frisches Gemüse aus eigenem Anbau. Doch Wohnungen ohne Garten oder Balkon lassen das kaum zu.
Urban Gardening, also das Gärtnern im städtischen Umfeld, gewinnt in vielen deutschen Städten an Bedeutung. Osnabrück ist dabei keine Ausnahme. Das Gründungsduo setzt auf diesen Trend und bietet eine praktische Lösung für Stadtbewohner.
Gelände mit Geschichte
Der Standort in Sutthausen hat eine passende Vorgeschichte. Auf dem Gelände befand sich früher eine Gärtnerei. Die vorhandene Infrastruktur kommt dem neuen Nutzungskonzept zugute.
Sutthausen liegt im Süden Osnabrücks und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Lage macht das Angebot auch für Bewohner aus anderen Stadtteilen attraktiv.
Fazit: Ein Osnabrücker Gründermodell mit Potenzial
„The Greenhouse“ zeigt, wie aus einem Hochschulstudium ein konkretes lokales Geschäftsmodell entstehen kann. Ann-Kathrin Gödeke und Marlon Matthaei haben eine Lücke im Osnabrücker Angebot erkannt und geschlossen.
Das Prinzip ist simpel und direkt: Wer gärtnern möchte, aber keinen Garten hat, mietet sich einfach eines. Die Hürden sind bewusst niedrig gehalten. Das könnte für viele Osnabrücker der entscheidende Unterschied sein.



