Osnabrücker Rat gibt grünes Licht für Kirchenumbau zum Probenhaus

Der Osnabrücker Stadtrat hat beschlossen, die ehemalige Herz-Jesu-Kirche am Herrenteichswall zu einem Probenzentrum mit Kostümwerkstatt für die Städtischen Bühnen umzubauen. Für das Planungsverfahren bewilligte der Rat zwei Millionen Euro.
Sanierung des Theaters am Domhof als Ausgangspunkt
Hintergrund ist die Generalsanierung des Theaters am Domhof. Während der Sanierungsphase benötigen die Städtischen Bühnen einen Ausweichstandort für Proben und Werkstätten. Die Stadt Osnabrück suchte deshalb gemeinsam mit dem Theater nach geeigneten Standortkonzepten.
Eine Machbarkeitsstudie liegt nun vor. Sie untersucht Raumbedarf, Kosten, Baurecht, Technik und Logistik und diente den zuständigen Ausschüssen als Grundlage für ihre Beratungen. Die Stadtverwaltung empfiehlt den Umbau der Herz-Jesu-Kirche.
Denkmalgeschütztes Gebäude
Die Herz-Jesu-Kirche am Herrenteichswall steht unter Denkmalschutz, was die Planung vor besondere Anforderungen stellt. Die Machbarkeitsstudie sieht das Gebäude dennoch als geeigneten Standort an.
Stadtbaurat Thimo Weitemeier hatte bereits im November 2025 intensiv für die Idee geworben. Die Lage im Stadtgebiet und die Gebäudestruktur sprechen laut Studie für eine Umnutzung als Proben- und Werkstattzentrum.
Zwei Millionen Euro für die Planungsphase
Die zwei Millionen Euro fließen in das Planungsverfahren, nicht in den eigentlichen Umbau. Die Gesamtkosten des Projekts dürften deutlich höher liegen; genaue Zahlen für die Bauphase stehen noch aus.
Im Rat war klargestellt worden, dass mit dem Votum die grundsätzliche Richtung für die Zukunft der Städtischen Bühnen festgelegt werde.
Kostümwerkstatt als Teil des Konzepts
Neben Probenräumen soll die Kirche auch die Kostümwerkstätten des Theaters aufnehmen. Während der Sanierung des Domhof-Theaters können sie dort nicht verbleiben. Ohne einen funktionierenden Ausweichstandort ist die Generalsanierung des Haupthauses kaum umsetzbar.
Nächste Schritte
Mit dem Ratsbeschluss beginnt die konkrete Planungsphase. Fachbüros werden beauftragt, den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes detailliert auszuarbeiten. Dabei müssen Denkmalschutzauflagen, technische Anforderungen und die Bedürfnisse des Theaterpersonals berücksichtigt werden.
Grundlage ist die Machbarkeitsstudie vom Juni 2026. Wie hoch die Gesamtkosten des Umbaus ausfallen, wird das laufende Planungsverfahren zeigen.


