Osnabrücker Landpartie 2026: Radeln zwischen Belm und Wallenhorst
Entlang der geplanten Trasse der A33-Nord sollen im September 2026 wieder Fahrräder rollen. Die Osnabrücker Landpartie geht in ihre vierte Runde. Das Rad-Kultur-Event führt durch das nördliche Osnabrücker Land, zwischen Belm und Wallenhorst. Organisatoren und Unterstützer wollen damit ein deutliches Zeichen gegen den Autobahnbau setzen.
Protest auf zwei Rädern: Was hinter der Landpartie steckt
Die Osnabrücker Landpartie ist kein gewöhnliches Radevent. Die Veranstaltung wurde bewusst in dem Gebiet angesiedelt, durch das die A33-Nord führen soll. Hinter dem Event steht das Bündnis Exit A33 Nord. Dazu gehören unter anderem das Umweltforum Osnabrücker Land und die Naturfreunde Osnabrück.
Das Bündnis lehnt den Bau der Autobahn ab. Es fordert eine ernsthafte Prüfung von Alternativen. Nach dem Erörterungstermin Ende Oktober 2025 sieht das Umweltforum Osnabrücker Land weiterhin Nachbesserungsbedarf bei der Alternativenprüfung. Die Planung zur A33-Nord schreite zwar voran, aber aus Sicht der Kritiker nicht überzeugend.
Rad, Musik und Mitmachkultur auf der Trasse
Die Landpartie verbindet politischen Protest mit einem breiten Kulturprogramm. Bei früheren Ausgaben erwarteten die Teilnehmer Livemusik, Improtheater und Informationsstände zu nachhaltigen Themen. Dazu gab es Holzofenpizza, Kaffee und Kuchen in Gartenidyllen sowie Kleidertauschaktionen.
Das Programm richtet sich an Familien, Naturbegeisterte und politisch Interessierte gleichermaßen. Die Veranstaltung soll zeigen, was auf der geplanten Trassenfläche heute noch vorhanden ist. Wiesen, Obstbäume und Dörfer prägen das Bild der Region zwischen Belm und Wallenhorst.
Wachsende Beteiligung seit 2023
Die erste Osnabrücker Landpartie fand 2023 statt. Seitdem wächst die Veranstaltung. Im September 2024 setzten sich Hunderte Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam in Bewegung. Das Bündnis hat die Landpartie seitdem jährlich wiederholt. Für 2026 laufen die Vorbereitungen.
Routen und Tourenvorschläge werden über die Plattform Komoot bereitgestellt. Das Bündnis ist zudem auf Instagram aktiv und informiert dort über aktuelle Entwicklungen rund um die A33-Nord.
A33-Nord: Ein umstrittenes Projekt
Die A33-Nord soll den nördlichen Osnabrücker Ring schließen. Sie würde zwischen der bestehenden A33 bei Belm und der A1 bei Bramsche verlaufen. Befürworter sehen darin eine Entlastung für den Stadtverkehr. Kritiker befürchten massive Eingriffe in Natur und Landschaft.
Das Planfeststellungsverfahren läuft. Der Erörterungstermin im Oktober 2025 zeigte: Das Projekt bleibt umstritten. Einwände von Umweltverbänden und Bürgerinnen und Bürgern liegen vor. Eine Entscheidung steht noch aus.
Das Bündnis Exit A33 Nord will nach eigenen Angaben konstruktiv an alternativen Verkehrslösungen mitwirken. Es setzt auf Dialog, aber auch auf öffentlichen Druck.
Termin im September 2026
Die Osnabrücker Landpartie 2026 ist für September geplant. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Das Bündnis und die Organisatoren haben die Veranstaltung für diesen Zeitraum angekündigt. Wer teilnehmen möchte, kann sich über die offizielle Webseite der Landpartie informieren.
Fazit
Die Osnabrücker Landpartie hat sich als feste Größe im Veranstaltungskalender der Region etabliert. Sie verbindet Freizeitradeln mit zivilgesellschaftlichem Engagement. Solange die Planungen zur A33-Nord laufen, werden die Organisatoren die Trasse wohl nicht aus den Augen lassen. Im September 2026 soll das nördliche Osnabrücker Land erneut zeigen, was auf der umstrittenen Fläche steckt.



