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Osnabrücker Genossenschaftssiedlung Berningshöhe feiert 100. Geburtstag

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die Berningshöhe im Süden Osnabrücks wird 100 Jahre alt. Das Quartier feiert sein Jubiläum am Wochenende mit einer Veranstaltung für Anwohner und Gäste. Die Geschichte der Siedlung beginnt in einer Zeit großer Not.

Bürger nehmen die Sache selbst in die Hand

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs herrschte in Osnabrück akuter Wohnungsmangel. Die Stadt wuchs, Wohnraum fehlte. Viele Familien fanden keine bezahlbare Unterkunft. Osnabrücker Bürger reagierten darauf mit einer konkreten Lösung.

Sie gründeten eine Genossenschaft. Gemeinsam finanzierten und bauten sie eine neue Siedlung auf dem Höhenzug im Süden der Stadt. So entstand die Berningshöhe als Wohnquartier aus eigener Kraft der Bevölkerung.

Das genossenschaftliche Modell war in der Weimarer Republik weit verbreitet. Es bot Menschen mit kleinem Einkommen die Möglichkeit, zu stabilen Wohnverhältnissen zu kommen. Die Berningshöhe ist ein lokales Beispiel für diesen bundesweiten Trend.

Ein Quartier im Süden der Stadt

Die Berningshöhe liegt zwischen der Iburger Straße und der Sutthauser Straße. Sie grenzt an die Stadtteile Nahne, Schölerberg und Kalkhügel. Die Lage auf einer Anhöhe prägt das Quartier bis heute.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Siedlung verändert. Gebäude wurden erneuert, das Umfeld entwickelte sich weiter. Geblieben ist der gewachsene Charakter eines Wohnviertels mit eigener Identität.

Heute ist die Berningshöhe auch Teil des sogenannten Grünen Fingers Berningshöhe-Ziegenbrink. Diese Freiraumachse verbindet das Quartier mit der umliegenden Feld- und Wiesenlandschaft. Sie reicht vom Johannisfriedhof im Norden bis zur Autobahn A30 im Süden.

Das Jubiläum: Gemeinsam feiern

Zum 100. Geburtstag lädt das Quartier am Wochenende zum Fest ein. Anwohner und Interessierte können die Geschichte der Siedlung kennenlernen. Das Jubiläum ist auch Anlass, auf die Ursprünge der genossenschaftlichen Idee zurückzublicken.

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Genossenschaftliches Wohnen spielt in der aktuellen Debatte über bezahlbaren Wohnraum wieder eine größere Rolle. Der Blick auf die Berningshöhe zeigt: Das Modell hat in Osnabrück eine lange Tradition.

Geschichte mit Brüchen

Die Siedlung hat nicht nur ruhige Jahrzehnte erlebt. Die Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg hinterließen auch in Osnabrück tiefe Spuren. Die Stadt war Standort von Rüstungsbetrieben und setzte Zwangsarbeiter ein.

Im weiteren Umfeld der Berningshöhe, im Süden Osnabrücks, befanden sich während des Zweiten Weltkriegs Lager für Zwangsarbeiterinnen. Das sogenannte Lager Fernblick diente als Entbindungsstätte für schwangere Zwangsarbeiterinnen aus dem Stadtgebiet und dem Umkreis. Diese Geschichte ist heute Teil der Gedenkstättenarbeit in Osnabrück.

Die Berningshöhe selbst überstand den Krieg und den Wiederaufbau. Das Quartier blieb als Wohnort erhalten und entwickelte sich in der Nachkriegszeit weiter.

Fazit

Hundert Jahre Berningshöhe sind hundert Jahre Stadtgeschichte. Die Siedlung steht für bürgerliche Eigeninitiative in schwierigen Zeiten. Sie zeigt, wie eine Gemeinschaft Wohnungsnot mit genossenschaftlichem Handeln begegnet ist. Das Jubiläumsfest am Wochenende gibt dem Quartier Gelegenheit, auf diese Geschichte stolz zurückzublicken und sie an jüngere Generationen weiterzugeben.

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