Kultur

Osnabrücker Botanischer Garten zeigt Ausstellung zur Artenvielfalt

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück macht mit. Vom 13. bis 21. eines jeden Jahres beteiligen sich rund 40 der größten Botanischen Gärten Deutschlands an der Aktionswoche für Artenschutz und Biodiversität. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“. Sie zeigt, wie lebendig Gärten, Balkone und städtische Grünanlagen wirklich sein können.

Lebensräume, die kaum jemand beachtet

Eine alte Steinmauer, ein morscher Baumstamm, ein dichtes Staudenbeet: Diese Orte sind weit mehr als Dekoration. Sie bieten Lebensraum für Pilze, Insekten und Wirbeltiere. Genau das macht die Ausstellung sichtbar. Anhand konkreter Beispiele werden ökologische Beziehungen erklärt, die im Alltag oft übersehen werden.

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Fachleute. Steckbriefe erläutern einzelne Lebensräume genauer. Ergänzend gibt es praktische Tipps für den eigenen Garten oder Balkon zu Hause. Der Ansatz ist klar: Artenvielfalt beginnt vor der eigenen Haustür.

Besonderer Standort in Osnabrück

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück liegt in zwei stillgelegten Steinbrüchen. Das ist in Deutschland einmalig. Im ersten Steinbruch wachsen Pflanzengemeinschaften aus verschiedenen Regionen der Erde. Ein Regenwaldhaus ergänzt das Angebot. Die ungewöhnliche Kulisse schafft ideale Bedingungen, um Lebensräume zu zeigen und zu erklären.

Rund 70.000 Menschen besuchen den Garten jährlich. Der Eintritt ist kostenlos. Regelmäßige Führungen, sogenannte Sonntagsspaziergänge, bieten zusätzliche Einblicke zu wechselnden Themen. Der Garten ist damit ein wichtiger Ort der Umweltbildung in der Region.

Artenvielfalt im Privatgarten fördern

Die Ausstellung macht deutlich: Artenvielfalt ist keine Frage des Platzes. Auch kleine Gärten und Balkone können Lebensräume bieten. Entscheidend ist die Auswahl der Pflanzen. Heimische Arten sind für Insekten besonders wertvoll. Sie liefern Nahrung und Unterschlupf für eine Vielzahl von Tieren.

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Verschiedene Organismengruppen werden in der Ausstellung vorgestellt. Dazu gehören Pilze, Insekten und Wirbeltiere. Ihre ökologischen Beziehungen untereinander stehen im Fokus. Wer eine Wildblumenwiese anlegt oder auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet, schafft konkrete Lebensgrundlagen für diese Arten.

Steinmauern als unterschätzter Lebensraum

Ein Beispiel aus der Ausstellung sind Steinmauern. Sie speichern Wärme und bieten Spalten als Unterschlupf. Eidechsen, Wildbienen und bestimmte Moose finden dort ideale Bedingungen. Wer im Garten eine solche Mauer belässt oder neu anlegt, tut damit aktiv etwas für den Artenschutz.

Alte Bäume als Hotspots der Biodiversität

Alte Bäume spielen eine besondere Rolle. Ihr morsches Holz ist Lebensraum für Käfer, Pilze und Vögel. Baumhöhlen bieten Brutplätze für Meisen und Fledermäuse. Die Ausstellung erklärt, warum auch einzelne alte Bäume in Privatgärten schützenswert sind.

Fazit

Der Botanische Garten Osnabrück nutzt die Aktionswoche für eine klare Botschaft: Artenvielfalt entsteht nicht im Labor, sondern im Alltag. Jeder Garten, jeder Balkon und jede Grünfläche kann ein Beitrag sein. Die Ausstellung liefert das Wissen dafür, der Botanische Garten liefert die Inspiration. Der Eintritt ist frei.

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