NOZ-Mediengruppe darf Verlag im Nordwesten übernehmen
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Die NOZ-Mediengruppe aus Osnabrück wächst weiter. Das Bundeskartellamt hat die Übernahme eines Verlagshauses im Nordwesten genehmigt. Die Behörde sah keine wettbewerbsrechtlichen Einwände gegen den Zusammenschluss.
Kartellamt gibt Übernahme frei
Das Bundeskartellamt prüfte den geplanten Zukauf im Vorprüfverfahren. Das Ergebnis: keine Einwände. Die Behörde stellte fest, dass keine problematischen Überschneidungen der Tätigkeitsgebiete vorliegen. Damit ist der Weg für die Übernahme rechtlich frei.
Für die NOZ-Mediengruppe ist es nicht die erste Genehmigung dieser Art. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren seinen Einflussbereich systematisch ausgebaut. Mehrere Übernahmen passierten die Kartellbehörde ohne größere Hürden.
Strategie: Fokus auf Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Die Mediengruppe NOZ konzentriert sich nach eigenen Angaben auf die Märkte Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Daneben baut das Unternehmen neue Geschäftsfelder aus. Die GROW-Gruppe gehört dabei zum Portfolio.
Im Jahr 2016 fusionierte die NOZ Mediengruppe mit der medien holding:nord-Gruppe. Das Bundeskartellamt genehmigte diesen Schritt am 7. April 2016. Seitdem firmiert das Unternehmen als Mediengruppe NOZ/mh:n.
Zur Gruppe gehört unter anderem der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag, kurz sh:z. Dieser hatte bereits 2005 die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten aus Rostock übernommen. Beide Titel kamen damals von Hubert Burda Media.
Verkauf in Mecklenburg-Vorpommern zeigt strategischen Kurs
Nicht alle Zukäufe blieben dauerhaft im Portfolio. Den Zeitungsverlag Schwerin verkaufte die NOZ/mh:n-Gruppe zu Beginn eines zurückliegenden Jahres an die SV Gruppe, den Schwäbischen Verlag. Das Bundeskartellamt genehmigte auch diesen Schritt.
Der Schritt zeigt: Die Osnabrücker konzentrieren sich bewusst auf bestimmte Regionen. Mecklenburg-Vorpommern gehört nicht mehr dazu. Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind die erklärten Kernmärkte.
Auch im Bereich Ostfriesland war die Gruppe aktiv. Das Kartellamt genehmigte die Übernahme der Ostfriesischer Kurier GmbH und der Soltau-Kurier-Vertrieb GmbH, beide aus Norden, im Vorprüfverfahren ohne Auflagen.
Medienkonzentration im Norden
Die Aktivitäten der NOZ-Mediengruppe spiegeln einen bundesweiten Trend wider. Verlage bündeln Kräfte, um Kosten zu senken und digitale Strukturen aufzubauen. Kleinere Regionalverlage geraten dabei unter Druck.
Im Nordwesten Niedersachsens hat die NOZ-Gruppe damit ihre Marktstellung weiter gefestigt. Wie viele Titel und Mitarbeiter konkret betroffen sind, war zum Zeitpunkt der Genehmigung nicht abschließend bekannt.
Das Druckwerk Prima Rotationsdruck Nord in Wittenburg bleibt laut Unternehmensangaben im Portfolio der Gruppe. Es versorgt mehrere Zeitungstitel mit Druckkapazitäten.
Fazit
Die erneute Kartellgenehmigung stärkt die Position der NOZ-Mediengruppe im Nordwesten. Das Osnabrücker Unternehmen verfolgt eine klare regionale Strategie. Der Fokus liegt auf Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Ob der Zukauf den Lesern vor Ort spürbare Veränderungen bringt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.



