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Neubau am Sportplatz: Standort nahe der Ems sorgt für Streit

Der SV Holthausen-Biene in Lingen plant einen Neubau. Der traditionsreiche Breitensportverein möchte einen Sportraum errichten, der auch Sanitär- und Schiedsrichterräume umfasst. Doch das Vorhaben stößt auf Widerstand. Die Ratsfraktion Bürgernahe kritisiert den vorgesehenen Standort nahe der Ems.

Was der Verein plant

Der SV Holthausen-Biene hat seinen Vereinssitz an der Biener Straße 65 in Lingen. Der Verein gilt als feste Größe im Emsländer Amateurfußball. Zuletzt machte er vor allem durch den Aufstieg in die Fußball-Oberliga von sich reden. Die erste Oberliga-Saison seit 2012/2013 steht bevor.

Für einen wachsenden Verein braucht es entsprechende Infrastruktur. Der geplante Neubau soll die Situation am Sportgelände verbessern. Konkret geht es um einen Sportraum sowie Sanitär- und Schiedsrichterräume. Solche Einrichtungen sind für den laufenden Spielbetrieb unverzichtbar.

Bürgernahe: Nicht der Bau, sondern der Ort ist das Problem

Die Kritik der Bürgernahen richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Neubau an sich. Das ist wichtig zu betonen. Der Verein soll wachsen dürfen. Der Einwand betrifft allein den gewählten Standort nahe der Ems.

Die Ems ist ein sensibler Flussbereich. Bauprojekte in Gewässernähe unterliegen besonderen Auflagen. Das betrifft Fragen des Hochwasserschutzes ebenso wie den Schutz von Uferrandstreifen. Ob und welche konkreten naturschutzrechtlichen oder baurechtlichen Bedenken die Bürgernahen vorbringen, geht aus den bisher öffentlich bekannten Informationen nicht vollständig hervor.

Klar ist: Die Fraktion sieht weiteren Klärungsbedarf. Sie möchte offenbar sicherstellen, dass der Standort alle rechtlichen und ökologischen Anforderungen erfüllt.

Ein Verein mit langer Geschichte

Der SV Holthausen-Biene blickt auf eine lange Vereinsgeschichte zurück. Im Juli 1958 fusionierten der SV Biene und ein Verein aus Holthausen zum heutigen Klub. Seitdem ist der Verein eng mit dem Lingener Stadtteil Biene verbunden.

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Der Verein bietet Fußball für alle Altersgruppen. Er versteht sich als Breitensportverein mit starkem Gemeinschaftsgefühl. Der sportliche Aufstieg in die Oberliga verleiht dem Klub derzeit besondere Strahlkraft in der Region.

Für die Oberliga-Saison braucht der Verein funktionierende Einrichtungen am Sportplatz. Schiedsrichterräume und ordentliche Sanitäranlagen sind dabei keine Luxus, sondern Pflicht. Der geplante Neubau ist deshalb aus Vereinssicht notwendig.

Wie geht es weiter?

Die Entscheidung über den Neubau liegt bei der Stadt Lingen. Der Stadtrat muss den Plänen zustimmen. Die Einwände der Bürgernahen fließen in die politische Beratung ein.

Denkbar ist, dass der Verein einen alternativen Standort prüfen muss. Ebenso möglich ist, dass Gutachten oder Stellungnahmen zum Emsufer eingeholt werden. Das kann den Zeitplan für das Bauprojekt beeinflussen.

Für den SV Holthausen-Biene steht viel auf dem Spiel. Der Verein will pünktlich zur Oberliga-Saison gut aufgestellt sein. Ein längeres Genehmigungsverfahren könnte das erschweren.

Fazit

Der Neubauplan des SV Holthausen-Biene ist grundsätzlich unumstritten. Der Standort nahe der Ems aber wirft Fragen auf. Die Politik in Lingen muss nun abwägen: zwischen den berechtigten Interessen eines wachsenden Sportvereins und den Anforderungen an einen sensiblen Flussbereich. Eine schnelle Lösung wäre im Sinne aller Beteiligten.

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