Lizenzstreit: HBL weist Krefelder Anträge gegen Nordhorn-Lingen ab
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Die HSG Nordhorn-Lingen darf vorerst weiter für die 2. Handball-Bundesliga planen. Die Handball-Bundesliga GmbH (HBL) teilte am 5. August mit, dass ein Vertrauensgremium des Verbandes keine Anhaltspunkte für eine unrechtmäßige Lizenzvergabe festgestellt habe. Die Anträge der HSG Krefeld Niederrhein wurden abgewiesen.
Krefeld scheitert mit Einspruch
Die HSG Krefeld Niederrhein hatte sich gegen die Lizenzvergabe an die HSG Nordhorn-Lingen gewandt. Der Klub aus dem Niederrhein beantragte, dem norddeutschen Verein die Spielberechtigung für die zweite Liga zu entziehen. Das Vertrauensgremium der HBL folgte dieser Forderung nicht. Es sah keine Rechtswidrigkeit bei der Vergabe der Lizenz.
Krefeld hatte außerdem Strafanzeige gegen Verantwortliche der HSG Nordhorn-Lingen gestellt. Der Vorwurf: falsche Angaben im Lizenzierungsverfahren. Die HBL selbst hatte Nordhorn-Lingen zuvor vorgeworfen, im Verfahren mit falschen Zahlen gearbeitet zu haben. Als Sanktion stand ein Abzug von sechs Punkten im Raum.
HBL verhängt Auflagen
Die HSG Nordhorn-Lingen steht trotz der abgewiesenen Krefelder Anträge weiter unter Druck. Die HBL hat dem Verein Auflagen erteilt. Details nannte der Ligaverband bislang nicht öffentlich. Der Klub aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland muss diese Bedingungen erfüllen, um seinen Startplatz dauerhaft zu sichern.
Der Verein befindet sich nach Verbandsangaben in einer wirtschaftlich angespannten Lage. Die Vorwürfe rund um das Lizenzierungsverfahren belasten den Klub seit Wochen. Ein regulärer Ligabetrieb ist für Nordhorn-Lingen damit noch nicht garantiert.
Verfahren noch nicht beendet
Die Abweisung der Krefelder Anträge ist ein Teilerfolg für Nordhorn-Lingen. Das gesamte Verfahren ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Die Strafanzeige von Krefeld liegt bei den Behörden. Strafrechtliche Ermittlungen können unabhängig vom HBL-Verfahren weiterlaufen.
Parallel dazu hat Nordhorn-Lingen sportlich weiter trainiert. In einem Testspiel Anfang August besiegten die Handballer den TV Emsdetten mit 33:25. Der TV Emsdetten spielt ebenfalls in der 2. Handball-Bundesliga. Das Ergebnis zeigte, dass die Mannschaft trotz des außersportlichen Drucks leistungsfähig bleibt.
Hintergrund des Streits
Der Konflikt zwischen Krefeld und Nordhorn-Lingen dreht sich um einen Startplatz in der zweithöchsten deutschen Handball-Liga. Krefeld sieht sich durch die Lizenzvergabe an Nordhorn-Lingen benachteiligt. Der Niederrhein-Klub argumentierte, die Lizenz sei auf Basis falscher Unterlagen erteilt worden.
Die HBL bestätigte zwar Unregelmäßigkeiten im Lizenzierungsverfahren von Nordhorn-Lingen. Eine rechtswidrige Vergabe erkannte das Gremium darin aber nicht. Für den Ligaverband ist der Fall auf Verbandsebene vorerst entschieden.
Nordhorn-Lingen hat im Lizenzstreit einen Teilerfolg erzielt. Der Startplatz in der 2. Handball-Bundesliga ist vorerst gesichert. Die verhängten Auflagen der HBL und die laufende Strafanzeige zeigen jedoch, dass der Fall noch nicht abgeschlossen ist.



