Lingen plant Sportbootmarina am Alten Hafen
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Der Alte Hafen in Lingen bekommt eine neue Rolle. Aus dem früheren Industriestandort am Dortmund-Ems-Kanal soll ein Zentrum für Wassertourismus werden. Die Lingener Wirtschaft und Tourismus GmbH, kurz LWT, ist bereits als neuer Hafenbetreiber eingesetzt. Konkrete Pläne liegen auf dem Tisch.
Sportbootmarina als Herzstück der Pläne
Das ehrgeizigste Vorhaben ist der Bau einer Sportbootmarina. Wassersportler und Freizeitkapitäne sollen künftig direkt in Lingen anlegen können. Der Dortmund-Ems-Kanal verbindet die Stadt mit einem weitverzweigten Wassernetz. Das macht den Standort für Sportbootfahrer attraktiv.
Die LWT als neuer Betreiber soll den Hafen professionell entwickeln. Sie ist bereits in der Lingener Tourismuswirtschaft aktiv. Die Übernahme des Hafenbetriebs ist ein klares Signal: Lingen setzt auf den Wassertourismus als Wirtschaftsfaktor.
Neues Quartier mit Freizeitangeboten
Am Alten Hafen entsteht parallel ein neues Wohnquartier. Die Planungen sehen einen weitläufigen Außenbereich vor. Dazu gehört unter anderem eine Boulderanlage. Das Quartier soll nicht nur Wohnraum schaffen. Es soll auch Freizeitraum für alle Lingener werden.
Eine neue Promenade verbindet die verschiedenen Bereiche. Die offizielle Einweihung der Promenade ist für den 30. und 31. Mai 2026 geplant. Bis dahin laufen die Bauarbeiten auf dem weitläufigen Gelände weiter.
Dortmund-Ems-Kanal als touristische Achse
Der Dortmund-Ems-Kanal ist die zentrale Verbindungsachse für das Projekt. Er läuft direkt am Alten Hafen vorbei. Freizeitboote nutzen die Wasserstraße bereits heute. Mit einer ausgebauten Marina könnte Lingen deutlich mehr Wassertouristen anziehen.
Das Potenzial der Kanalregion ist bekannt. Zwischen Dortmund und der Emsmündung gibt es zahlreiche Häfen und Anlaufstellen. Lingen will sich in dieser Kette als attraktiver Stopp positionieren.
Vom Industriehafen zur Freizeitanlage
Der Alte Hafen hat eine lange Geschichte als Umschlagplatz für Güter. Diese Nutzung gehört der Vergangenheit an. Die Stadt Lingen und die LWT wollen das Areal konsequent umwidmen. Freizeit, Tourismus und Wohnen stehen jetzt im Mittelpunkt.
Solche Umwandlungen ehemaliger Hafengelände kennt man aus vielen deutschen Städten. Ob Münster, Rheine oder Emden: Alte Häfen werden zu gefragten Stadtquartieren. Lingen folgt diesem Trend mit einem klaren Konzept.
LWT übernimmt Verantwortung
Die Lingener Wirtschaft und Tourismus GmbH ist der zentrale Akteur bei der Neugestaltung. Als Hafenbetreiber trägt sie die Verantwortung für den laufenden Betrieb. Gleichzeitig koordiniert sie die touristischen Entwicklungen vor Ort.
Für die LWT ist die Hafenübernahme eine strategische Erweiterung. Bisher konzentrierte sich die Gesellschaft auf klassische Tourismusangebote in der Stadt. Mit dem Hafen kommt ein neues, wasserbezogenes Standbein hinzu.
Fazit: Lingen setzt auf das Wasser
Der Umbau des Alten Hafens ist mehr als ein Bauprojekt. Er ist ein wirtschaftspolitisches Signal. Lingen will den Wassertourismus als eigenständigen Wirtschaftszweig etablieren. Die geplante Sportbootmarina, die neue Promenade und das Freizeitquartier ergänzen sich dabei.
Ob das Konzept aufgeht, wird sich spätestens nach der Promenadeneröffnung im Mai 2026 zeigen. Die Weichen sind gestellt. Die LWT als Hafenbetreiber steht in der Pflicht, die Pläne umzusetzen und Wassertouristen nach Lingen zu holen.



