Gesundheit

Landkreis Osnabrück: Übung im Kreishaus rettet Leben

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Ein Mensch bricht zusammen, reagiert nicht mehr, atmet nicht normal: Solche Situationen passieren ohne Vorwarnung. Der Landkreis Osnabrück hat am 23. September in der Eingangshalle des Kreishauses gezeigt, wie man in diesen Momenten richtig handelt. Beim Aktionstag Wiederbelebung konnten Besucherinnen und Besucher die Herzdruckmassage praktisch üben.

Ängste abbauen, Leben retten

Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Woche der Wiederbelebung. Diese fand vom 21. bis 27. September statt. Es war die 15. Auflage seit dem Start im Jahr 2012. Das Ziel: Fachorganisationen der Notfallmedizin wollen Hemmschwellen senken. Viele Menschen zögern im Notfall. Sie fürchten, etwas falsch zu machen oder den Verletzten zu schädigen.

Diese Angst ist verbreitet, aber unbegründet. Wer einen Menschen mit Herzstillstand nicht behandelt, lässt ihn sterben. Eine fehlerhafte Herzdruckmassage ist dagegen kaum möglich. Jeder Versuch ist besser als keiner.

Notfälle ereignen sich meist zu Hause

70 Prozent der Herzkreislaufstillstände passieren im privaten Umfeld – zu Hause, bei Angehörigen oder im Freundeskreis. Professionelle Retter sind in diesen Momenten meist weit entfernt. Ersthelfer sind auf sich allein gestellt, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Jede Minute ohne Herzdruckmassage senkt die Überlebenschance erheblich. Wer handelt, kann Leben retten. Wer wartet, kann es nicht.

Drei Schritte im Notfall

Die Botschaft des Aktionstags lässt sich auf wenige Schritte verdichten. Zuerst: Notruf 112 wählen. Das kostet nur Sekunden. Dann: Herzdruckmassage beginnen. Die Hände kommen auf die Mitte des Brustkorbs. Der Druck muss kräftig und rhythmisch sein, rund 100 Mal pro Minute. Wenn ein automatischer Defibrillator verfügbar ist, sollte man ihn einsetzen. Die Geräte geben Sprachanweisungen und können auch von Laien bedient werden.

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Im Kreishaus konnten Besucherinnen und Besucher genau diese Abläufe an Übungspuppen ausprobieren. Fachleute standen dabei zur Seite und gaben direkte Rückmeldung.

Defibrillator: Gerät gibt Anleitung selbst

Automatische Defibrillatoren, kurz AED, hängen an vielen öffentlichen Orten: Bahnhöfen, Einkaufszentren, Sporthallen. Die Geräte analysieren den Herzrhythmus selbst und entscheiden, ob ein Schock nötig ist. Der Bediener muss nur den Anweisungen folgen. Eine medizinische Ausbildung ist nicht erforderlich.

Bundesweite Aktion mit lokaler Wirkung

Die Woche der Wiederbelebung wird von Fachgesellschaften der Notfallmedizin koordiniert. Krankenhäuser, Rettungsdienste und Kommunen beteiligen sich deutschlandweit. Der Landkreis Osnabrück hat sich in diesem Jahr aktiv eingebracht und das Thema mit dem Aktionstag im Kreishaus direkt zu den Menschen gebracht, die sonst keinen Zugang zu solchen Übungen haben.

Keine Anmeldung, kein Kurs, keine Gebühr. Ein kurzer Stopp auf dem Weg ins Büro oder nach Hause reichte aus.

Fazit

Wiederbelebung ist keine Geheimwissenschaft. Sie ist eine Fähigkeit, die jede und jeder erlernen kann. Der Aufwand ist gering. Der Nutzen kann das Leben eines Menschen sein.

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