Landkreis Osnabrück streicht Fahrdienst zu Privatschulen
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Der Landkreis Osnabrück hat den sogenannten Freigestellten Schülertransport zu Ersatzschulen gestrichen. Seit dem Start des Schuljahres 2026/27 fahren keine vom Kreis finanzierten Busse mehr zu diesen Einrichtungen. Nach Angaben der Kreisverwaltung sind derzeit 87 Kinder betroffen.
Was ist der Freigestellte Schülertransport?
Der Freigestellte Schülertransport ist eine freiwillige Leistung der Landkreise. Er ergänzt den regulären Linienverkehr dort, wo dieser nicht ausreicht. Bislang galt diese Regelung im Landkreis Osnabrück auch für Schülerinnen und Schüler an Ersatzschulen. Ersatzschulen sind Schulen in privater Trägerschaft, die staatliche Schulen ersetzen und vergleichbare Abschlüsse anbieten.
Mit dem neuen Schuljahr stellt der Kreis den Fahrdienst ausschließlich für Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen bereit. Für Kinder an Ersatzschulen entfällt diese Unterstützung.
87 Kinder müssen neue Lösungen finden
Die Kreisverwaltung nennt konkrete Zahlen: 87 junge Menschen sind von der Streichung betroffen. Für ihre Familien bedeutet das organisatorischen und finanziellen Mehraufwand. Sie müssen den Schulweg nun selbst organisieren, etwa durch private Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder eigene Fahrzeuge.
Für Familien ohne eigenes Auto oder mit langen Schulwegen kann das zur Belastung werden. Ersatzschulen liegen häufig nicht im direkten Wohnumfeld der Schülerinnen und Schüler.
Freiwillige Leistung unter Druck
Der Schritt des Landkreises ist kein Einzelfall. Viele Kommunen in Deutschland prüfen freiwillige Leistungen. Der Freigestellte Schülertransport gehört zu den Bereichen, bei denen Kreise und Gemeinden rechtlich einen Ermessensspielraum haben. Eine gesetzliche Pflicht, Kinder auch zu Ersatzschulen zu transportieren, besteht nicht.
Ob betroffene Familien Unterstützung erhalten können, ist bisher nicht bekannt. Die Kreisverwaltung hat sich zu möglichen Ausnahmeregelungen oder Härtefalllösungen bisher nicht geäußert.
Ersatzschulen: Privatschulen mit staatlicher Anerkennung
Ersatzschulen unterliegen staatlicher Aufsicht und bieten staatlich anerkannte Abschlüsse an. Eltern, die ihre Kinder dort anmelden, wählen damit bewusst ein anderes Schulkonzept. Bisher finanzierte der Landkreis den Transport mit. Das ist nun weggefallen.
Reaktionen aus Betroffenenkreisen
Wie Elternverbände und die betroffenen Schulen auf die Entscheidung reagieren, ist derzeit nicht öffentlich bekannt.
Verwaltungsentscheidung mit direkten Folgen
Der Landkreis Osnabrück hat mit Beginn des Schuljahres 2026/27 den Freigestellten Schülertransport für Kinder an Ersatzschulen gestrichen. 87 Familien müssen sich neu organisieren. Die Maßnahme ist rechtlich zulässig. Wie der Kreis mit möglichen Härtefällen umgeht, ist offen.



