KME Germany streicht 140 Jobs in Osnabrück

140 Arbeitsplätze fallen weg: Die KME Germany GmbH in Osnabrück hat einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt. Noch in diesem Jahr sollen die Stellen gestrichen werden. Als Ursachen nennt das Unternehmen rückläufige Produktionsvolumen und hohe Kupferpreise auf den Weltmärkten.
Harter Einschnitt für die Belegschaft
Für die betroffenen Mitarbeiter kommt die Nachricht überraschend. KME Germany ist einer der großen Industriearbeitgeber in Osnabrück. Ein konkreter Sozialplan oder Angaben zu Abfindungen wurden bislang nicht öffentlich kommuniziert.
Das Unternehmen spricht intern von einer Anpassung der Strukturen, gemeint ist eine tiefgreifende Umorganisation des Betriebs. KME Germany gliedert sich demnach künftig in drei Geschäftsbereiche und bekommt eine neue Führungsspitze.
Hohe Kupferpreise und schwache Nachfrage als Auslöser
Die Kupferbranche steht europaweit unter Druck. Die Rohstoffpreise für Kupfer sind auf den internationalen Märkten deutlich gestiegen, während die Nachfrage nach verarbeiteten Kupferprodukten zurückgeht. Das belastet die Margen der Verarbeiter erheblich.
KME Germany produziert am Standort Osnabrück Kupferprodukte für verschiedene Industriezweige. Die Kombination aus sinkenden Absatzmengen und steigenden Rohstoffkosten macht den Betrieb unwirtschaftlicher. Das Unternehmen reagiert mit Personalabbau, um die Kosten zu senken.
Kein Einzelfall in der Branche
KME ist nicht das einzige Kupferunternehmen in Osnabrück, das unter Druck steht. Auch der Kupferspezialist Cunova, der früher unter dem Namen KME Special Products and Solutions firmierte, hat Stellenabbau angekündigt. Cunova-Geschäftsführer Werner Stegmüller bezeichnete die Lage für sein Unternehmen sogar als existenzbedrohend.
Cunova produziert in der Osnabrücker Gartlage spezielle Kupferprodukte. Trotz der schwierigen Lage hatte das Unternehmen zwischenzeitlich Wachstumspläne kommuniziert, die sich angesichts der anhaltenden Konjunkturflaute schwieriger umsetzen lassen.
Kein neues Problem für KME in Osnabrück
Der aktuelle Stellenabbau ist nicht der erste bei KME in Osnabrück. Früher wurden bereits 86 Stellen gestrichen. In der Vergangenheit kursierten außerdem Zahlen, wonach in einem weiteren Schritt bis zu 350 Stellen wegfallen könnten.
Ob es nach dem jetzigen Abbau von 140 Stellen zu weiteren Einschnitten kommt, ist unklar. Das Unternehmen hat sich dazu öffentlich nicht geäußert.
Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Osnabrück
KME Germany gehört zu den traditionsreichen Industriebetrieben der Stadt. Der Verlust von 140 Arbeitsplätzen ist für den regionalen Arbeitsmarkt spürbar. Osnabrück hat zwar eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote, doch Stellenabbau in dieser Größenordnung hinterlässt Spuren.
Die Industrie in der Region steht vor schwierigen Jahren. Die Konjunktur in Deutschland schwächelt, Energiekosten und Rohstoffpreise belasten die Produktion. Viele Betriebe reagieren mit Stellenstreichungen oder Kurzarbeit.
Fazit
140 Beschäftigte in Osnabrück verlieren ihren Arbeitsplatz, weil Produktionsmengen sinken und Rohstoffpreise steigen. Wie es nach diesem Einschnitt weitergeht, hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert.



