Wirtschaft

KI und Robotik: Handwerk in der Region rüstet auf

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Handwerksbetriebe in Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim stehen vor einem technologischen Umbruch. Künstliche Intelligenz, kollaborative Roboter und digitale Werkzeuge halten Einzug in Werkstätten und Baustellen. Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim begleitet diesen Prozess mit konkreten Projekten und Weiterbildungsangeboten.

Vom Pilotprojekt in die Praxis

Im Februar 2026 führte die Handwerkskammer gemeinsam mit der MINTkitchen einen KI-Workshop durch. Sieben Handwerksunternehmen aus der Region nahmen teil. Ziel war es, Chancen und Risiken des KI-Einsatzes im Betriebsalltag konkret zu erarbeiten. Das Pilotprojekt soll Grundlage für weitere Angebote sein.

Bereits im November 2025 lud die Kammer zehn ausgewählte Betriebe zu einem Seminar über KI im Handwerk ein. Neben praktischen Anwendungsmöglichkeiten standen dabei auch ethische Fragen im Mittelpunkt. Wie weit darf Automatisierung gehen? Welche Entscheidungen sollen Maschinen treffen?

Projekt RoboCraft bringt Hightech in die Werkstatt

Ein zentrales Vorhaben trägt den Namen RoboCraft. Projektleiter René Nauber von der Handwerkskammer koordiniert das Projekt. Es zeigt Betrieben, wie kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, und Exoskelette den Arbeitsalltag erleichtern können.

Cobots arbeiten direkt neben Menschen. Sie übernehmen repetitive oder körperlich belastende Aufgaben. Exoskelette sind tragbare Stützstrukturen. Sie entlasten Rücken und Gelenke bei schwerer körperlicher Arbeit. Beide Technologien können Fachkräfte im Handwerk schützen und Prozesse beschleunigen.

Die Handwerkskammer beschreibt das Projektziel klar: Hightech soll praxisnah, verständlich und direkt erlebbar in die Betriebe kommen. Abstrakte Technologie wird so greifbar gemacht.

Direkte Nutzung noch selten, indirekte Betroffenheit hoch

Trotz aller Aktivitäten zeigt die Forschungslage ein differenziertes Bild. Die direkte Nutzung von KI-Technologien ist in vielen Handwerksbetrieben noch selten. Deutlich häufiger sind fortgeschrittene Digitalisierungstools im Einsatz. Hoch ist dagegen die indirekte Betroffenheit: Viele Betriebe nutzen Software, Plattformen und soziale Medien, in denen KI bereits integriert ist, oft ohne es zu wissen.

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Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz hat seinen Standort in Osnabrück. Seit Oktober 2024 forscht es gezielt dazu, wie KI in mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden kann. Die Nähe zur Handwerkskammer und zu lokalen Betrieben soll den Wissenstransfer beschleunigen.

Kooperation mit Hochschulen ausbauen

Die Handwerkskammer betont die Bedeutung des Austauschs mit der Wissenschaft. Der Dialog zwischen Handwerksorganisationen und Hochschulen soll intensiviert werden. Erkenntnisse aus der Forschung sollen schneller in die Praxis gelangen. Umgekehrt sollen Praxiserfahrungen aus den Betrieben in die Wissenschaft zurückfließen.

Dieser gegenseitige Transfer gilt als entscheidend. Denn viele Betriebe haben zwar Interesse an neuen Technologien, aber wenig Zeit und Ressourcen für aufwendige Experimente. Praxisnahe Angebote der Kammer sollen diese Lücke schließen.

Wettbewerbsfähigkeit als Antrieb

Der Kern der Botschaft lautet: Wer neue Technologien ignoriert, riskiert den Anschluss. Betriebe, die KI und Robotik einsetzen, können effizienter arbeiten. Sie entlasten ihre Mitarbeitenden. Und sie bleiben wettbewerbsfähig, auch gegenüber größeren Unternehmen.

Gerade im Handwerk, das mit Fachkräftemangel kämpft, können Cobots und KI-gestützte Planung helfen, Engpässe zu überbrücken. Die Technologie ersetzt keine Handwerker, sie soll sie unterstützen.

Fazit

Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat den Wandel erkannt und handelt. Mit Projekten wie RoboCraft, KI-Workshops und der Zusammenarbeit mit dem DFKI in Osnabrück entsteht ein regionales Netzwerk für die digitale Transformation des Handwerks. Für die Betriebe in Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim gilt: Der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist jetzt.

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