Kein Bundesgeld: Osnabrück scheitert bei Sportmilliarde

Die Hoffnung auf schnelle Bundesmittel hat sich zerschlagen. Osnabrück wurde bei der ersten Tranche der sogenannten Sportmilliarde nicht berücksichtigt. Das trifft die Stadt hart, denn die Bremer Brücke im Stadtteil Schinkel ist dringend sanierungsbedürftig.
Stadion mit erheblichem Sanierungsbedarf
Die Bremer Brücke ist das Zuhause des VfL Osnabrück. Das Stadion liegt im Stadtteil Schinkel und fasst mehrere Tausend Zuschauer. Doch der bauliche Zustand bereitet seit Jahren Sorgen.
Der Verfall ist nicht zu übersehen. Bei einem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 musste die Partie wegen der maroden Infrastruktur sogar abgesagt und verlegt werden. Der VfL trug das Spiel stattdessen am Millerntor in Hamburg aus.
Der Stadtrat hat deshalb gehandelt. Die Stadt Osnabrück beschloss mehrheitlich, die Bremer Brücke zu übernehmen. Die Sanierung soll in den kommenden Jahren rund 70 Millionen Euro kosten.
Bundesförderung bleibt vorerst aus
Der Bund hat ein Förderprogramm für kommunale Sportinfrastruktur aufgelegt. Die sogenannte Sportmilliarde wird in mehreren Tranchen vergeben. Bei der ersten Runde ging Osnabrück leer aus.
Damit steht die Stadt nicht allein. Auch andere Kommunen, etwa Radeberg in Sachsen, wurden in der ersten Tranche nicht berücksichtigt. Das Programm läuft jedoch weiter. Weitere Vergaberunden sind geplant.
Die Stadt Osnabrück zeigte sich enttäuscht. Angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs habe man sich ein positives Signal erhofft. Trotzdem wolle man die Chancen der kommenden Tranchen entschlossen nutzen.
70 Millionen Euro: Eine große Aufgabe für die Stadt
Die Finanzierung der Stadionsanierung bleibt damit vorerst offen. 70 Millionen Euro sind eine erhebliche Summe für eine Kommune wie Osnabrück. Ohne Bundesmittel lastet die Finanzierung allein auf der Stadt.
Die Bremer Brücke hat eine lange Geschichte. Im Mai 2023 feierte das Stadion seinen 90. Geburtstag. Für ein Stadion dieses Alters ist der Sanierungsbedarf keine Überraschung. Viele bauliche Teile entsprechen nicht mehr modernen Anforderungen.
Der VfL Osnabrück spielt aktuell in der dritten Liga. Ein funktionierendes Stadion ist für den Spielbetrieb und den langfristigen Vereinserfolg unverzichtbar. Ohne eine grundlegende Sanierung drohen weitere Einschränkungen.
Nächste Chancen bei weiteren Tranchen
Das Bundesförderprogramm wird in mehreren Schritten abgewickelt. Osnabrück will bei den nächsten Vergaberunden erneut einen Antrag stellen. Die Stadt signalisierte, die Bewerbung zu optimieren.
Ob und wann Bundesmittel fließen, ist offen. Die Sanierung der Bremer Brücke duldet jedoch keinen langen Aufschub. Der Zustand des Stadions erfordert baldige Maßnahmen.
Fazit: Stadt unter Druck
Osnabrück steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die Bremer Brücke muss saniert werden, der Bundesfördertopf bleibt vorerst verschlossen. Die Stadt trägt die Verantwortung für das Stadion nun allein. Die nächsten Vergaberunden der Sportmilliarde werden zeigen, ob Osnabrück doch noch auf Unterstützung aus Berlin zählen kann.



