IHK wirbt mit Provokation für duale Ausbildung im Emsland
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Provokante Fragen statt klassischer Werbebotschaften: Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim hat eine Plakatkampagne gestartet, die Vorurteile gegenüber der dualen Ausbildung angreift. Unter dem Motto „Jetzt #Könnenlernen“ hängen die Motive seit dem 4. September 2026 in mehreren Städten der Region.
Acht Städte, zehn Tage, ein Ziel
Die Kampagne läuft vom 4. bis zum 14. September 2026. Neben Osnabrück sind sieben weitere Städte Teil der Aktion: Bramsche, Melle, Georgsmarienhütte, Quakenbrück, Lingen, Meppen und Nordhorn. Die IHK deckt damit ein Gebiet ab, das vom Osnabrücker Land bis ins Emsland und die Grafschaft Bentheim reicht.
Die Plakate sind großformatig gestaltet und zeigen Aussagen, die gängige Klischees über Berufsausbildungen aufgreifen. Das Stichwort „Sagt wer?“ richtet sich direkt an Jugendliche, die solche Vorurteile kennen oder selbst verbreiten.
Fachkräftemangel als Antrieb
Hinter der Kampagne steht ein konkretes wirtschaftliches Ziel. Die IHK will Unternehmen in der Region dabei unterstützen, Fachkräfte und Nachwuchs zu gewinnen. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften betrifft viele Betriebe im Kammerbezirk. Die duale Ausbildung gilt dabei als zentraler Lösungsweg.
Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim vertritt die Interessen von Unternehmen in einer Region, in der Industrie, Handel und Dienstleistung gleichermaßen vertreten sind. Der Nachwuchsbedarf ist in vielen dieser Branchen hoch.
Kampagne soll Haltung verändern
Die Plakataktion ist Teil eines übergeordneten Kommunikationsansatzes. Ähnliche Kampagnen haben Industrie- und Handelskammern auch bundesweit entwickelt, um junge Generationen direkt anzusprechen. Der Ton ist bewusst selbstbewusst und direkt gehalten.
Mit dem Hashtag „#Könnenlernen“ setzt die IHK auf eine digitale Verlängerung der Botschaft. Jugendliche sollen die Kampagne auf Plakaten sehen und idealerweise auch in sozialen Netzwerken damit in Berührung kommen.
Berufliche Bildung als gleichwertige Option
Die IHK betont, dass eine duale Ausbildung keine Bildung zweiter Klasse ist. Absolventen können nach dem Abschluss weiter aufsteigen, Meister- oder Fortbildungsprüfungen ablegen oder sich selbstständig machen. Die Kampagne soll dieses Bild in den Köpfen junger Menschen verankern.
Parallel zur Plakataktion bietet die IHK weitere Unterstützung für Unternehmen an. Am 8. September 2026 lädt sie Existenzgründer und Jungunternehmer zu einem Beratungstag in Lingen ein. Dort stehen IHK-Seniorexperten von 9 bis 13:30 Uhr für Gespräche bereit.
Klarer Appell an eine ganze Region
Die Kammer setzt auf Sichtbarkeit und Konfrontation, um festgefahrene Meinungen aufzubrechen. Bis zum 14. September hängen die Plakate in acht Städten.



