Wirtschaft

IHK-Präsident Goebel übt scharfe Kritik an Stadion-Millionen

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Rund 70 Millionen Euro soll die Sanierung und Modernisierung der Bremer Brücke kosten. Die Stadt Osnabrück hat das Projekt beschlossen und will das Stadion des VfL Osnabrück grundlegend umbauen. Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland widerspricht dem Plan.

Goebel fordert andere Prioritäten

IHK-Präsident Marco Goebel kritisiert die geplante Finanzierung des Stadionumbaus durch die öffentliche Hand. Er fordert von der Osnabrücker Politik, in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage andere Schwerpunkte zu setzen. Die IHK sieht den Einsatz von Steuermitteln in dieser Höhe für ein Fußballstadion kritisch.

Goebel argumentiert, dass Unternehmen und Bürger in der Krise andere Erwartungen an die kommunale Politik hätten. Investitionen in Infrastruktur, Gewerbeflächen oder die Digitalisierung der Verwaltung hätten aus Sicht der Wirtschaft Vorrang.

Was die Stadt plant

Der Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, die Bremer Brücke zu übernehmen. Betreiberin ist die Bremer Brücke Stadion GmbH und Co. KG, die sich vollständig im Besitz der Stadt Osnabrück befindet. Ab dem kommenden Haushaltsjahr sollen 67 Millionen Euro für den Umbau eingeplant werden. Andere Angaben nennen eine Gesamtsumme von bis zu 70 Millionen Euro.

Konkret sollen die Ost-, West- und Südtribüne neu gebaut werden. Nach dem Umbau soll das Stadion bis zu 16.000 Zuschauer fassen, was einer deutlichen Steigerung der bisherigen Kapazität entspräche.

Stadion mit langer Geschichte

Die Bremer Brücke wurde am 22. Mai 1933 eröffnet. Seit 1938 ist sie die Heimspielstätte des VfL Osnabrück. Das Stadion liegt im Norden der Stadt und gilt als eines der traditionsreichsten Fußballstadien Niedersachsens.

Der bauliche Zustand macht eine Sanierung seit Jahren notwendig. Die Stadt sieht den Umbau als Voraussetzung, um den Spielbetrieb langfristig zu sichern und die Anforderungen des Profi-Fußballs zu erfüllen.

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Streit um Steuergeld und Verhältnismäßigkeit

Im Kern geht es um die Frage, ob eine Kommune in finanziell angespannten Zeiten derart hohe Summen für ein Fußballstadion aufwenden sollte. Die IHK verneint das. Goebel und die Kammer fordern eine öffentliche Debatte über die Verhältnismäßigkeit.

Befürworter des Projekts verweisen auf wirtschaftliche Effekte. Ein modernisiertes Stadion könne Besucher in die Stadt ziehen und den Einzelhandel stärken. Als Eigentümerin der Betreibergesellschaft sei die Stadt ohnehin verpflichtet, das Stadion in einem verkehrssicheren Zustand zu halten.

Fazit

Der Streit um die Bremer Brücke ist mehr als ein Streit über Beton und Tribünen. Er zeigt unterschiedliche Vorstellungen davon, wie eine Stadt ihre Ressourcen in schwierigen Zeiten einsetzen soll. Die IHK hat klar Position bezogen. Die Politik muss nun erklären, warum das Stadionprojekt trotz der Kritik Vorrang hat.

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