Wirtschaft

IHK Osnabrück fordert Wachstumskurs und mehr Freiraum für Betriebe

Uwe Goebel hat beim Neujahrsempfang der IHK Osnabrück eine Grundsatzrede gehalten. Der IHK-Präsident stellte wirtschaftliches Wachstum ins Zentrum seiner Botschaft. Ohne Wachstum, so Goebel, lasse sich weder der Wohlstand sichern noch der Sozialstaat dauerhaft finanzieren.

Klare Worte beim Neujahrsempfang

Die IHK Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim hatte zum Jahresauftakt geladen. Die Veranstaltung zog eine große Zahl an Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an. Goebel nutzte die Gelegenheit für einen deutlichen Appell.

Die Wirtschaft brauche mehr Freiräume, sagte der IHK-Präsident. Gleichzeitig seien unterstützende Beschlüsse der Politik nötig. Beides gehöre zusammen, um den Standort wettbewerbsfähig zu halten.

Wachstum sei keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Nur durch wirtschaftliche Dynamik könnten Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden. Nur so lasse sich auch der gesellschaftliche Zusammenhalt langfristig finanzieren.

Warnung vor De-Industrialisierung

Die IHK sieht die wirtschaftliche Entwicklung in der Region mit Sorge. Das IHK-Präsidium hatte zuletzt ausdrücklich vor einer schleichenden De-Industrialisierung gewarnt. Wertschöpfung und Wohlstand stünden auf dem Spiel, wenn dieser Trend nicht gestoppt werde.

Die Kammer fordert deshalb klare politische Signale. Der Wirtschaftsstandort Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim brauche Verlässlichkeit. Unternehmen investierten nur dort, wo Rahmenbedingungen stimmen.

Goebel betonte: Neues entsteht nur dort, wo jemand Chancen erkennt und den Mut hat, etwas aufzubauen. Dafür müsse die Politik den Weg freimachen.

Wirtschaft braucht politische Rückendeckung

Der IHK-Präsident forderte die Politik zum Handeln auf. Weniger Bürokratie, bessere Rahmenbedingungen und gezielte Investitionen seien nötig. Wachstum entstehe durch Wissen, Ideen und Gestaltungswillen, nicht durch Regulierung.

Goebel verwies auf die globale Wettbewerbssituation. Andere Regionen und Länder machten es vor: Wirtschaftsfreundliche Politik zahle sich aus. Deutschland müsse diesen Weg ebenfalls einschlagen.

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Personalwechsel im IHK-Regionalausschuss

Der Neujahrsempfang stand auch im Zeichen eines personellen Abschlusses. Klaus Bauer tritt nach 25 Jahren nicht mehr für die IHK an. Der 70-Jährige war acht Jahre lang Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses. Er übergibt seine Aufgaben nun an die nächste Generation.

Bauer gilt als prägende Figur der regionalen Wirtschaftsvertretung. Sein langjähriges Engagement hinterließ Spuren in der Arbeit der Kammer. Die IHK würdigte seinen Einsatz für die Region.

Fazit: Appell mit Nachdruck

IHK-Präsident Uwe Goebel hat beim Neujahrsempfang eine unmissverständliche Botschaft gesendet. Die Wirtschaft in der Region Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim erwartet von der Politik konkrete Schritte. Freiräume für Unternehmen und gezielte Unterstützung gehören für Goebel untrennbar zusammen. Der Appell ist klar: 2026 muss ein Jahr des Aufbruchs werden, kein weiteres Jahr des Abwartens.

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