Wirtschaft

IHK fordert: Straßen, Netze und Schienen nicht verfallen lassen

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim schlägt Alarm. Straßen, Brücken, Breitbandnetze und Schienenwege in der Region brauchen mehr Geld. Nicht für neue Projekte, sondern für den Erhalt des Bestehenden. Das ist die klare Botschaft der IHK an Politik und Verwaltung in Stadt und Landkreis Osnabrück.

Marode Infrastruktur kostet die Wirtschaft Geld

Unternehmen in der Region sind auf funktionierende Verkehrswege angewiesen. Wer Waren nicht pünktlich liefern kann, verliert Aufträge. Wer keinen schnellen Internetzugang hat, verliert Fachkräfte und Kunden. Die IHK macht deutlich: Der Zustand vieler Straßen und Brücken entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Wirtschaft.

In ihren Regionalpolitischen Positionen für die Jahre 2024 bis 2028 hat die IHK Infrastruktur, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung als zentrale Themen festgelegt. Beim Thema Infrastruktur steht der Erhalt des Bestehenden vor dem Neubau. Ohne konsequente Instandhaltung verschlechtert sich die Lage jedes Jahr weiter.

Breitbandausbau als Erfolg, aber kein Selbstläufer

In den vergangenen Jahren hat die Region Osnabrück beim Breitbandausbau Fortschritte gemacht. Zahlreiche Gewerbegebiete und Haushalte wurden an schnelle Datennetze angeschlossen. Das war ein wichtiger Schritt. Doch der Ausbau ist nicht abgeschlossen. Vor allem im ländlichen Raum gibt es noch Lücken.

Für Betriebe im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ist eine stabile digitale Anbindung keine Kür, sondern Pflicht. Wer dort produziert oder Dienstleistungen anbietet, braucht genauso schnelle Verbindungen wie ein Unternehmen in der Innenstadt Osnabrücks. Die IHK fordert deshalb eine gleichmäßige Versorgung in der gesamten Region.

A33-Nord und Straßennetz: Konkrete Projekte gefordert

Ein besonders konkretes Vorhaben steht seit Jahren auf der Agenda: der Weiterbau der Autobahn A33 nach Norden. In ihrem Positionspapier zur Kommunalwahl 2026 hat die IHK den A33-Nord-Bau ausdrücklich als Forderung aufgenommen. Die Verlängerung soll den Wirtschaftsraum Osnabrück besser an das überregionale Straßennetz anbinden.

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Neben dem Autobahnprojekt geht es der IHK auch um das kommunale Straßennetz. Viele Kreisstraßen und innerörtliche Verbindungen zeigen deutliche Verschleißspuren. Reparaturen werden oft aufgeschoben. Das erhöht langfristig die Kosten und belastet den Güterverkehr.

Schiene und Energie nicht vergessen

Der IHK-Regionalausschuss Osnabrück hat sich Anfang 2026 auch mit Fragen der Energieversorgung und der Gesamtverteidigung befasst. In diesem Zusammenhang rückte die Schieneninfrastruktur in den Fokus. Industriebetriebe, die ihre Rohstoffe per Bahn beziehen, sind auf zuverlässige Verbindungen angewiesen. Ausfälle und Verspätungen treffen sie direkt.

Die Energiewende verändert zudem die Anforderungen an Strom- und Gasnetze. Auch hier sieht die IHK Handlungsbedarf. Wer Produktionsanlagen auf erneuerbare Energien umstellt, braucht eine belastbare Netzinfrastruktur. Ohne sie bleibt die Transformation auf dem Papier.

Fazit: Kein Aufschub mehr möglich

Die IHK Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim spricht eine deutliche Sprache. Infrastruktur ist kein Luxus, sondern Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Stadt und Landkreis Osnabrück müssen jetzt handeln. Wer Investitionen in Straßen, Netze und Schienen weiter aufschiebt, zahlt später einen höheren Preis. Das gilt für die öffentliche Hand genauso wie für die Unternehmen in der Region.

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