Wirtschaft

IG Metall kämpft für 15.500 Metaller in der Region

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt: Die IG Metall hat ihre Forderung für die Tarifrunde 2026 offiziell vorgelegt. Betroffen sind 15.500 Beschäftigte und Auszubildende in der Metall- und Elektroindustrie in Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Die Forderung gilt bundesweit für rund 3,7 Millionen Beschäftigte in der Branche.

Was die Gewerkschaft fordert

Die IG Metall verlangt für alle Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ein Lohnplus von fünf Prozent, ausdrücklich eingeschlossen Auszubildende.

In der Region sind drei Gebiete betroffen: Osnabrück, das Emsland und die Grafschaft Bentheim. Dort arbeiten insgesamt 15.500 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie, im Maschinenbau ebenso wie in der Fahrzeugtechnik.

Gespaltene Branche, einheitliche Forderung

Die Metall- und Elektroindustrie steckt in einem Widerspruch. Die Rüstungsindustrie verzeichnet starke Zuwächse, die Automobilbranche kämpft mit Absatzproblemen und Stellenabbau. Kritiker bemängeln deshalb, eine einheitliche Lohnforderung von fünf Prozent passe nicht zur gespaltenen Lage der Branche.

Die Wirtschaftswoche argumentiert, ein starrer Abschluss ohne Öffnungsklauseln gefährde Arbeitsplätze, weil Betriebe in Schwierigkeiten höhere Lohnkosten kaum schultern könnten. Branchenverbände fordern mehr Flexibilität bei den Verhandlungen.

Die IG Metall hält dagegen: Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten brauchen Beschäftigte Planungssicherheit. Ein kräftiges Lohnplus stärke die Kaufkraft und stabilisiere die Binnennachfrage.

Verhandlungen stehen noch aus

Die konkreten Tarifverhandlungen beginnen in den kommenden Wochen. Die IG Metall Küste, die auch für Teile Norddeutschlands zuständig ist, hat dieselbe Forderung aufgestellt und tritt damit bundesweit geschlossen auf.

Für die Region Osnabrück wird die Tarifrunde in den Betrieben entlang von Ems und Hase unmittelbar spürbar sein. Maschinenbauer, Zulieferer und Metallverarbeiter fallen alle unter den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie.

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Auszubildende ausdrücklich eingeschlossen

Die IG Metall bezieht Auszubildende ausdrücklich in die Forderung ein. Auch ihre Vergütungen sollen um fünf Prozent steigen. Die Gewerkschaft begründet das mit dem Fachkräftemangel: Attraktivere Ausbildungsvergütungen sollen junge Menschen in die Branche locken.

Fazit

Die Tarifrunde 2026 beginnt mit einer klaren Ansage der IG Metall: fünf Prozent mehr Lohn für 15.500 Beschäftigte in der Region. Wie weit sich Arbeitgeber und Gewerkschaft annähern, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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