HSG Nordhorn-Lingen: Johannes Thiel folgt auf Kapitän Zintel

Die HSG Nordhorn-Lingen steht vor einem personellen Umbruch auf der Spielmacherposition. Kapitän Björn Zintel verlässt den Zweitligisten. Sein Nachfolger ist bereits gefunden: Johannes Thiel, derzeit U23-Kapitän bei Hannover, schließt sich dem Verein zur Spielzeit 2026/27 an.
Zintel geht nach langjähriger Führungsrolle
Björn Zintel war über Jahre das Gesicht der HSG Nordhorn-Lingen. Der Spielmacher trug die Kapitänsbinde und prägte die Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga. Nun endet seine Zeit beim Verein. Details zu den Gründen des Abschieds oder seinem künftigen Verein sind bislang nicht bekannt.
Sein Weggang hinterlässt eine spürbare Lücke. Zintel war nicht nur als Führungsspieler wichtig. Er stand auch sportlich für Kontinuität im Aufbau der HSG-Angriffe.
Thiel kommt aus Hannover nach Nordhorn
Die HSG reagierte schnell auf den bevorstehenden Abgang. Johannes Thiel ist der erste Sommer-Neuzugang der Nordhorner für die kommende Saison. Die Meldung datiert vom 4. Februar 2026.
Thiel stammt aus Lingen. Er kennt die Region also bestens. Zuletzt spielte er für die U23 von Hannover und führte das Team als Kapitän an. Diese Führungsqualitäten sollen ihm auch beim Wechsel in den Profibetrieb helfen.
Beim Wechsel in die 2. Bundesliga macht Thiel einen deutlichen Schritt nach oben. Die HSG Nordhorn-Lingen belegt in der laufenden Spielzeit 2025/26 den fünften Tabellenplatz. Das ist eine anspruchsvolle Umgebung für einen Aufsteiger aus dem Nachwuchsbereich.
Weiterer Umbau im rechten Rückraum
Thiel ist nicht der einzige Neue in der Rückraumreihe. Auch Jaris Tobeler verlässt die HSG zur kommenden Spielzeit. Tobeler spielte im rechten Rückraum. Damit verändert die HSG gleich zwei Positionen in diesem Bereich.
Thiel übernimmt demnach eine Doppelrolle: Er soll sowohl die Lücke nach Zintels Abgang schließen als auch den Abgang von Tobeler kompensieren. Das ist eine große Aufgabe für einen jungen Spieler.
Aktuelle Saison läuft erfolgreich
Die laufende Spielzeit gibt der HSG Rückenwind für die Planungen. Zuletzt gewann die Mannschaft drei Spiele in Serie. Darunter war ein Auswärtssieg beim HC Oppenweiler/Backnang mit 37:32. Nordhorn lag zur Pause mit 14:16 vorn und setzte sich in der zweiten Halbzeit entscheidend ab.
Auch gegen den TUSEM Essen bewies die HSG ihre Stärke. Das Spiel endete 36:33 für Nordhorn. Stefan Bauer sorgte in der 54. Minute mit dem 34:29 für die Vorentscheidung.
Die gute Platzierung im Mittelfeld der Tabelle zeigt: Die HSG ist in der 2. Bundesliga etabliert. Der Kader trägt Früchte. Umso wichtiger ist es, die Qualität auch in der nächsten Saison zu sichern.
Isländischer Spielmacher bleibt
Nicht alles ändert sich bei der HSG. Ein isländischer Spielmacher verlängerte seinen Vertrag und bleibt in Nordhorn. Damit hat der Verein zumindest auf einer weiteren Schlüsselposition Klarheit geschaffen. Namen und Details dazu hat der Verein bislang nicht öffentlich kommuniziert.
Fazit: Gezielter Umbau mit regionalem Bezug
Die HSG Nordhorn-Lingen plant den Kaderumbau für 2026/27 strukturiert. Mit Johannes Thiel holen die Verantwortlichen einen jungen Spieler mit Führungserfahrung und regionalem Bezug. Er kennt die Gegend, er kennt den Druck. Ob er Zintels große Fußstapfen ausfüllen kann, wird die nächste Saison zeigen.



