Hitzewelle trifft Osnabrücker Kliniken: Notaufnahmen melden mehr Patienten
Osnabrück steuert auf Temperaturen von knapp 40 Grad zu. Die Hitze hat Folgen: In den Notaufnahmen der Osnabrücker Kliniken melden sich mehr Patienten als üblich. Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Schwäche sind die häufigsten Beschwerden.
Kliniken rechnen mit weiter steigendem Patientenaufkommen
Die Krankenhäuser in der Region bereiten sich auf die anhaltende Hitzewelle vor. Bei extremen Temperaturen steigt die Zahl der hitzebedingten Notfälle erfahrungsgemäß deutlich an. Die Notaufnahmen verzeichnen bereits jetzt spürbar mehr Zulauf.
Die typischen Beschwerden reichen von Kopfschmerzen und allgemeiner Schwäche bis hin zu Austrocknung, Sonnenstich und Hitzekollaps. In schweren Fällen kann anhaltende Hitzebelastung auch einen Hitzschlag auslösen. Der ist lebensbedrohlich und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Wer ist besonders gefährdet?
Ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke tragen ein besonders hohes Risiko. Ihr Körper reguliert die Temperatur schlechter. Auch Menschen, die draußen körperlich arbeiten, sind stark gefährdet.
Der Hitzeaktionsplan des Landkreises Osnabrück weist ausdrücklich auf die direkten und indirekten Folgen von Hitze für die Gesundheit hin. Typische Symptome sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Wer diese Anzeichen bei sich oder anderen bemerkt, sollte sofort handeln.
Starke Kopfschmerzen können ein Warnsignal sein
Plötzlich auftretende, sehr starke Kopfschmerzen sollten nicht ignoriert werden. In seltenen Fällen können sie auf einen Schlaganfall hinweisen. Wer solche Schmerzen noch nicht kannte, sollte unverzüglich den Notruf 112 anrufen.
So schützt man sich vor der Hitze
Mediziner empfehlen, direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 18 Uhr zu meiden. Ausreichend trinken ist das A und O: Mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser täglich. Bei großer Hitze kann der Bedarf deutlich höher liegen.
Kühle Räume suchen, leichte Kleidung tragen und körperliche Anstrengung auf die frühen Morgenstunden verlegen: Das sind weitere grundlegende Maßnahmen. Wer Fenster tagsüber geschlossen und abgedunkelt hält, hält Hitze aus Wohnräumen fern.
Auf andere achten
Besonders wichtig: Ältere und allein lebende Nachbarn im Blick behalten. Ein kurzer Anruf oder Besuch kann im Ernstfall Leben retten. Wer jemanden mit Hitzesymptomen findet, sollte die Person sofort in den Schatten bringen und kühlen.
Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Hitze
Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region Osnabrück eine Warnung vor extremer Hitze herausgegeben. Die Temperaturen sollen in den kommenden Tagen weiter hoch bleiben. Eine Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht.
Der Landkreis Osnabrück hat mit seinem Hitzeaktionsplan Vorsorge getroffen. Darin sind Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung festgelegt. Doch der Plan entfaltet seine Wirkung nur, wenn Bürgerinnen und Bürger ihn kennen und umsetzen.
Fazit: Hitze ernst nehmen, Symptome nicht abtun
Die Lage in den Notaufnahmen zeigt: Die aktuelle Hitzewelle ist keine Bagatelle. Wer erste Symptome spürt, sollte Schatten aufsuchen, trinken und bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe suchen. Wer andere auf der Straße in Not sieht, sollte den Notruf wählen. 112 gilt rund um die Uhr.
