Politik

Hallenbad Quakenbrück: Samtgemeinde prüft Neubau

Das Hallenbad in Quakenbrück steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Samtgemeinde Artland im nördlichen Landkreis Osnabrück muss eine grundlegende Entscheidung treffen: Wird das alte Bad saniert, oder entsteht ein komplett neues Hallenbad? Der Samtgemeinderat hat sich mit dieser Frage befasst und den Weg für eine Machbarkeitsstudie freigemacht.

Millionenschwerer Sanierungsstau

Das Hallenbad in Quakenbrück ist in die Jahre gekommen. Ein erheblicher Sanierungsstau hat sich über die Jahre angehäuft. Die Kosten für eine umfassende Sanierung wären erheblich. Genau deshalb hat der Rat entschieden, die Lage zunächst systematisch zu untersuchen.

Eine Machbarkeitsstudie soll in den kommenden Monaten Klarheit schaffen. Sie soll zeigen, welche Option wirtschaftlich sinnvoller ist: die Instandsetzung des bestehenden Bades oder ein Neubau an geeignetem Standort. Erst nach Vorliegen der Ergebnisse will der Rat eine endgültige Entscheidung treffen.

Samtgemeinde Artland als Träger

Die Samtgemeinde Artland ist der zuständige Gemeindeverband für diese Aufgabe. Sie umfasst die Mitgliedsgemeinden Badbergen, Menslage, Nortrup sowie die Stadt Quakenbrück. Ihr Sitz ist in Quakenbrück selbst. Als Samtgemeinde trägt sie die Verantwortung für überörtliche Einrichtungen wie das Hallenbad.

Das Bad dient nicht nur den Quakenbrückern. Auch Schwimmvereine, Schulen und Bürgerinnen und Bürger aus den Mitgliedsgemeinden nutzen die Anlage regelmäßig. Ein Wegfall des Hallenbades hätte daher weitreichende Folgen für die gesamte Region.

Vergleichbare Projekte in der Region

Andere Kommunen in der Region stehen vor ähnlichen Herausforderungen. In Meppen etwa plant die Stadt einen Neubau. Dort dürfen Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung des neuen Bades mitentscheiden. Das alte Schwimmbad bleibt bis zur Fertigstellung des Neubaus geöffnet. Nur unbedingt notwendige Reparaturen werden dort noch durchgeführt.

Lesen  Landkreis Osnabrück: Haushalt schließt besser ab als geplant

Dieses Modell zeigt: Zwischen dem Beschluss für einen Neubau und der tatsächlichen Inbetriebnahme vergehen oft mehrere Jahre. Für die Samtgemeinde Artland bedeutet das, dass auch beim bestehenden Bad vorübergehend Betrieb und Unterhalt gesichert werden müssen.

Machbarkeitsstudie als nächster Schritt

Die Studie soll verschiedene Szenarien durchrechnen. Dazu gehören technische, wirtschaftliche und standortbezogene Fragen. Das Ergebnis soll dem Rat als fundierte Grundlage dienen. Politische Schnellschüsse sollen damit vermieden werden.

Wie lange die Studie dauern wird, ist noch offen. Klar ist: Die Samtgemeinde will die Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben. Der Druck wächst, denn der Unterhalt eines maroden Gebäudes kostet ebenfalls Geld.

Fazit

Die Samtgemeinde Artland geht die Hallenbad-Frage strukturiert an. Die Machbarkeitsstudie ist ein vernünftiger erster Schritt. Sie verschafft dem Rat eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Ob am Ende ein saniertes oder ein neues Hallenbad in Quakenbrück steht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Für die rund 30.000 Einwohner der Samtgemeinde steht dabei mehr auf dem Spiel als nur ein Schwimmbecken.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"