Kultur

Goethe und Möser: Vortrag in St. Katharinen Osnabrück

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Justus Möser gehört zu den bedeutendsten Söhnen der Stadt Osnabrück. Am Freitag, 5. Juni 2026, rückt der Bonner Literaturwissenschaftler Dr. Dr. h.c. Manfred Osten den Staatsmann und Aufklärer erneut ins Licht. Um 19 Uhr spricht er im Steinwerk der St.-Katharinen-Kirche über Möser aus der Sicht Johann Wolfgang Goethes.

Goethe als Bewunderer Mösers

Justus Möser lebte von 1720 bis 1794. Er war Jurist, Publizist und Politiker. Als Staatsmann prägte er das Fürstbistum Osnabrück über Jahrzehnte. Auch als Schriftsteller und Historiker hinterließ er ein bedeutendes Werk.

Johann Wolfgang Goethe schätzte Möser außerordentlich. Rund zwanzig Jahre nach Mösers Tod würdigte Goethe ihn im dritten Teil seiner Autobiografie. Er sah in Möser einen Garanten des sogenannten Tüchtigen, also des praktisch handelnden, bodenständigen Menschen.

Manfred Osten greift genau diesen Blickwinkel auf. Der Goethe-Experte aus Bonn nähert sich Möser nicht direkt, sondern durch die Augen des Weimarer Dichters. Das eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive auf den Osnabrücker.

Vortrag mit besonderem Anlass

Der Abend hat einen konkreten Bezugspunkt. Er findet aus Anlass des Geburtstages von Jenny von Voigts statt. Jenny war die Tochter Justus Mösers. Sie galt als gebildete Frau und pflegte nach dem Tod ihres Vaters dessen literarisches Erbe aktiv.

Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Justus-Möser-Gesellschaft und der Sievert-Stiftung. Beide Institutionen engagieren sich für die Erinnerung an das historische Erbe der Region.

Jubiläum als Rahmen

Der Abend fügt sich in einen größeren Rahmen. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Katharinen begeht in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 777 Jahre St. Katharinen. Im Rahmen dieses Jubiläums blickt die Gemeinde auf ihre Nachbarschaft und die Geschichte der Stadt.

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Der Veranstaltungsort hat dabei symbolischen Charakter. Das Steinwerk der St.-Katharinen-Kirche liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Orten, die mit der Geschichte Osnabrücks eng verbunden sind.

Wer war Justus Möser?

Justus Möser gilt als einer der wichtigsten deutschen Aufklärer des 18. Jahrhunderts. Er wurde 1720 in Osnabrück geboren und starb dort 1794. Als Jurist stieg er zum Kanzler des Hochstifts Osnabrück auf. Gleichzeitig schrieb er Theaterstücke, Essays und historische Abhandlungen.

Sein Hauptwerk, die Osnabrückische Geschichte, gilt als frühe Form einer regionalgeschichtlichen Gesamtdarstellung. Möser plädierte darin für eine Geschichtsschreibung von unten, die das Leben der einfachen Menschen einbezieht. Damit war er seiner Zeit weit voraus.

Goethe lobte an Möser vor allem dessen Verbindung von Theorie und Praxis. Möser dachte nicht nur, er handelte. Diese Eigenschaft schätzte Goethe als vorbildlich.

Anmeldung erforderlich

Für den Vortrag ist eine Anmeldung zwingend notwendig. Interessierte können sich schriftlich oder telefonisch beim Historischen Verein Osnabrück anmelden. Eine Teilnahmegebühr wird erhoben. Genaue Informationen zu Kosten und Anmeldeadressen stellt der Historische Verein bereit.

Der Vortrag beginnt am Freitag, 5. Juni 2026, um 19 Uhr. Die Adresse lautet: An der Katharinenkirche 4, Osnabrück.

Fazit

Der Abend verbindet Stadtgeschichte, Literaturgeschichte und Jubiläumskultur auf ungewöhnliche Weise. Wer Möser kennenlernen oder ihn neu entdecken möchte, bekommt am 5. Juni eine gute Gelegenheit dazu. Der Blickwinkel über Goethe verspricht dabei eine frische Sichtweise auf einen der bekanntesten Osnabrücker aller Zeiten.

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