Bildung

Girls & Boys Day: Osnabrücker Schüler erkunden fremde Berufe

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Einmal im Jahr verlassen Schülerinnen und Schüler aus Osnabrück für einen Tag ihre Klassenzimmer. Stattdessen besuchen sie Betriebe, Behörden und Institutionen, die sonst nicht auf dem Stundenplan stehen. Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen findet jährlich an allen allgemeinbildenden Schulen in den Jahrgängen 5 bis 9 statt.

Getrennte Angebote, gemeinsames Ziel

Das Konzept des Zukunftstags ist klar: Mädchen und Jungen erhalten getrennte Angebote. Mädchen schnuppern in Berufe, die bisher überwiegend von Männern ausgeübt werden. Jungen wiederum lernen Berufsfelder kennen, die traditionell als weiblich gelten.

Die Ausbildungsregion Osnabrück koordiniert den Tag und bringt Schulen mit Unternehmen und Organisationen zusammen. Wichtig dabei: Beide Seiten, also Betriebe wie auch Schulen, müssen eigene, auf das jeweilige Geschlecht zugeschnittene Aktionen vorbereiten.

Der Tag soll keine Berufswahl vorgeben. Er soll Horizonte erweitern. Viele Jugendliche kennen bestimmte Berufe schlicht nicht aus ihrem Alltag. Der Zukunftstag schließt diese Lücke.

Osnabrücker Betriebe und Institutionen machen mit

In Osnabrück beteiligen sich regelmäßig verschiedene Arbeitgeber. Die Stadtwerke Osnabrück gehören zu den bekannten Teilnehmern. Schülerinnen und Schüler bekamen dort bereits Einblicke in technische Berufe, zum Beispiel hoch oben über den Dächern der Stadt.

Auch die NordWestBahn öffnet ihre Türen. Jugendliche besuchen die Werkstatt in Osnabrück und erleben, wie Züge gewartet werden. Solche Einblicke sind für viele Schülerinnen und Schüler völlig neu.

Die Grünen Osnabrück setzen einen anderen Schwerpunkt. Sie laden Jugendliche ein, Politik hautnah zu erleben. Am 27. April können Schülerinnen und Schüler die Arbeit auf kommunaler, Landes- und Bundesebene kennenlernen. Parlamente, Ausschüsse, politische Alltagsarbeit: Das alles steht auf dem Programm.

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Hochschulen zeigen Studienmöglichkeiten

Auch Hochschulen engagieren sich beim Zukunftstag. Sie zeigen Studien- und Berufsmöglichkeiten, in denen Frauen oder Männer bisher unterrepräsentiert sind. Das Ziel: Vorurteile abbauen, Neugierde wecken.

Anmeldung und Organisation an den Schulen

Die Teilnahme am Zukunftstag ist nicht automatisch. Schulen verlangen in der Regel eine vorherige Anmeldung. Das Ratsgymnasium Osnabrück etwa stellt Anmeldeformulare auf seiner Homepage bereit. Diese müssen vollständig ausgefüllt und unterschrieben fristgerecht eingereicht werden.

Schülerinnen und Schüler, die teilnehmen möchten, sollten frühzeitig einen Platz bei einem Betrieb suchen. Die verfügbaren Plätze sind begrenzt. Viele Unternehmen vergeben sie nach dem Windhund-Prinzip.

Warum der Tag mehr ist als ein Schulausflug

Der Zukunftstag hat eine praktische Funktion. Deutschland hat einen Fachkräftemangel in vielen Branchen. Technische Berufe suchen qualifizierten Nachwuchs. Soziale und pflegerische Berufe ebenso.

Wenn Mädchen technische Berufe kennenlernen und Jungen soziale Tätigkeiten ausprobieren, kann das Berufswünsche verschieben. Das hilft langfristig auch dem Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig geht es um Chancengleichheit. Berufe sollen nicht durch Geschlecht definiert werden. Ein Mädchen, das Maschinenbau studieren will, und ein Junge, der Erzieher werden möchte: Beide verdienen denselben gesellschaftlichen Rückhalt.

Fazit: Ein Tag mit Wirkung

Der Zukunftstag in Osnabrück ist gut etabliert. Betriebe, Schulen, Hochschulen und politische Institutionen ziehen mit. Die Angebote reichen von Technik über Politik bis hin zu sozialen Berufen.

Für viele Jugendliche ist es der erste echte Kontakt mit der Arbeitswelt. Dieser Kontakt kann prägend sein. Ein einziger Tag reicht manchmal aus, um eine Berufsentscheidung zu beeinflussen. Das macht den Zukunftstag zu mehr als einem Pflichttermin im Schulkalender.

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