Bildung

Gedenkstätte Augustaschacht: Azubis lernen Demokratie verteidigen

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Wie viel wissen junge Auszubildende über die Opfer des Nationalsozialismus? Workshop-Leiterin Chama Osso stellt diese Frage direkt zu Beginn. Sie fragt die Azubis, ob sie drei Namen von Opfern nennen können. Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Genau dort setzt das Demokratie-Training an.

Gedenkstätte als Lernort

Auszubildende aus Osnabrück besuchen die Gedenkstätte Augustaschacht. Im Augustaschacht wurden während der NS-Zeit Menschen ermordet. Das macht ihn zu einem konkreten Lernort für politische Bildung.

Der Workshop verbindet Geschichte mit Gegenwart. Die Themen umfassen Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Zivilcourage. Die Teilnehmer sollen historische Fakten kennen und verstehen, welche Haltung demokratisches Handeln heute erfordert.

Gemischtes Vorwissen bei den Azubis

Chama Osso leitet den Workshop. Sie fragt die Gruppe nach ihrem Kenntnisstand über historische Täter und Opfer. Die Azubis zeigen mit dem Daumen nach oben oder unten. Das Ergebnis ist eindeutig gemischt. Manche kennen Namen, andere nicht.

Die Initiatoren des Projekts überrascht das nicht. Es zeigt, wie unterschiedlich das Wissen über die NS-Zeit bei jungen Menschen ist. Deshalb richtet sich das Programm gezielt an Auszubildende, denn diese Gruppe erreicht die klassische Schule nach dem Abschluss nicht mehr.

Demokratie braucht aktives Engagement

Das Projekt in Osnabrück geht von einem Grundsatz aus: Demokratie entsteht nicht von selbst. Sie muss gelernt, geübt und verteidigt werden. Jüngere Menschen sind die Generation, die politische Verantwortung übernehmen wird.

Das Format des Workshops ist praktisch gestaltet. Es gibt keine langen Vorträge. Stattdessen stehen Fragen, Diskussionen und persönliche Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Die Azubis sollen eigene Standpunkte entwickeln und vertreten.

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Zivilcourage als zentrales Thema

Ein Schwerpunkt des Workshops ist Zivilcourage. Was tut man, wenn man Diskriminierung erlebt oder beobachtet? Wie reagiert man auf rassistische oder antisemitische Aussagen? Diese Fragen betreffen den Alltag der Auszubildenden direkt: im Betrieb, im Freundeskreis, in der Öffentlichkeit.

Der Besuch an der Gedenkstätte zeigt, wohin fehlende Zivilcourage in einer Gesellschaft führen kann. Die historischen Beispiele geben Anlass zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.

Fazit

Das Demokratie-Training für Auszubildende in Osnabrück ist ein Weg politischer Bildung. Der Augustaschacht gibt dem Workshop historisches Gewicht. Die direkte Ansprache junger Berufstätiger schließt eine Lücke, die das Schulsystem nicht allein füllen kann. Das gemischte Vorwissen der Teilnehmer belegt den Bedarf für solche Formate.

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