Fast 400 Ideen: Osnabrück plant neuen Mobilitätsfahrplan
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Knapp 400 Ideen haben Osnabrückerinnen und Osnabrücker in der ersten Online-Beteiligungsphase zum neuen Mobilitätsfahrplan eingereicht. Die Phase endete am Freitag, 24. April. Die Stadt wertet die Beiträge nun aus und will sie in die weiteren Planungen einbeziehen.
Bürger gestalten Verkehr der Zukunft mit
Der Mobilitätsfahrplan soll die Grundlage für die Verkehrsentwicklung in Osnabrück legen. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Wünsche, Ideen und Erfahrungen über das städtische Online-Beteiligungsportal einbringen. Das Portal ist Teil des Projekts „Osnabrück: Demokratisch“, über das die Stadt verschiedene Beteiligungsformate bündelt.
Der Auftakt zur Beteiligung fand am 19. März statt. Rund eineinhalb Stunden lang trafen sich Interessierte im Innovatorium im Coppenrath Innovation Centre im Lokviertel am Hauptbahnhof. Dort konnten sie ihre Perspektiven direkt in den Planungsprozess einbringen.
Die Online-Phase war die erste Stufe eines mehrstufigen Beteiligungsprozesses. Wer nicht persönlich erscheinen konnte, hatte die Möglichkeit, digital mitzumachen. Bis zum 24. April lief das Beteiligungsportal.
Verkehrsstrukturen werden analysiert
Parallel zur Bürgerbeteiligung läuft eine umfassende Bestandsaufnahme der Verkehrsstrukturen. Dabei geht es um zurückgelegte Wege, genutzte Verkehrsmittel und die Verflechtungen zwischen den Kommunen. Auch Verbindungen in angrenzende Gebietskörperschaften werden erfasst.
Ziel ist es, das tägliche Mobilitätsverhalten der Menschen im Raum Osnabrück genau zu verstehen. Aus diesen Daten sollen konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung fließen in diese Analyse ein.
Barrierefreiheit als Planungsziel
Ein wichtiges Thema im Planungsprozess ist die barrierefreie Mobilität. Sie ist ausdrückliches Ziel des Nahverkehrsplans für Stadt und Landkreis Osnabrück. Der Plan wird fortgeschrieben und soll an aktuelle Anforderungen angepasst werden.
Breites Beteiligungsangebot genutzt
Die Stadt setzte auf mehrere Kanäle, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Neben dem Online-Portal gab es Veranstaltungen vor Ort sowie Beiträge in sozialen Medien. Die Kombination aus digitalen und analogen Formaten sollte verschiedene Bevölkerungsgruppen ansprechen.
Auch der Landkreis Osnabrück führt einen eigenen Beteiligungsprozess zur Mobilität durch. Dort hatten Bürgerinnen und Bürger ebenfalls auf unterschiedlichen Plattformen die Möglichkeit, sich zu äußern. Die Ergebnisse beider Prozesse sollen koordiniert werden.
Stadtbahn als langfristige Option
Im Hintergrund läuft bereits seit 2022 eine Diskussion über eine mögliche Stadtbahn für Osnabrück. Auch dabei waren Bürgerinnen und Bürger von Anfang an eingeladen, sich einzubringen. Der Mobilitätsfahrplan könnte einen Rahmen für solche größeren Projekte setzen.
Wie geht es weiter?
Die eingegangenen Ideen und Anregungen werden jetzt ausgewertet. Die Stadt wird die Ergebnisse aufbereiten und in die nächste Planungsphase überführen. Weitere Beteiligungsformate sind vorgesehen, genaue Termine stehen noch nicht fest.
Der Mobilitätsfahrplan richtet sich auf die langfristige Entwicklung des Verkehrs in Osnabrück aus. Die fast 400 Ideen aus der ersten Online-Phase zeigen: Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an einer aktiven Mitgestaltung ist vorhanden. Ob und wie konkret die Vorschläge umgesetzt werden, entscheidet sich in den kommenden Planungsschritten.



