Einbruchserie: Satteldiebe treiben in Reithallen ihr Unwesen

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Reithallen im Landkreis Osnabrück und im benachbarten Landkreis Vechta sind ins Visier professioneller Diebe geraten. Die Täter haben es gezielt auf teure Pferdesättel abgesehen. In einer einzigen Nacht verschwanden 14 Sättel. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro.
Mehrere Einbrüche in kurzer Zeit
Die Einbruchserie beschäftigt die Polizei im Landkreis Osnabrück seit mehreren Wochen. Einer der Tatorte liegt in Ankum im Bersenbrücker Land. Dort wurde vor rund einem Monat ein Reitstall aufgebrochen. Die Diebe stahlen mindestens einen Sattel.
Weitere gleichgelagerte Taten folgten in der Region. Die Ermittler prüfen derzeit, ob dieselben Täter hinter den Einbrüchen stecken.
Besonders auffällig: In einer Nacht verschwanden in den Landkreisen Osnabrück und Vechta insgesamt 14 Sättel. Das deutet auf ein arbeitsteiliges Vorgehen hin.
Täter brauchen Fahrzeug für den Abtransport
Pferdesättel sind sperrig und schwer. Ein hochwertiger Reitsattel kann mehrere Kilogramm wiegen. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass die Täter ein Fahrzeug für den Abtransport genutzt haben.
Aus früheren Fällen ist bekannt, wie solche Täter vorgehen: Sie zerstören zunächst Alarmanlagen und Bewegungsmelder, dann brechen sie Sattelkammern und Sattelschränke auf.
Warum Pferdesättel so begehrt sind
Hochwertige Reitsättel sind ein lohnendes Diebesgut. Ein guter Dressur- oder Springsattel kostet mehrere Tausend Euro. Markensättel bekannter Hersteller erzielen auch gebraucht hohe Preise, und der Weiterverkauf über Online-Plattformen ist vergleichsweise einfach.
Für Reithallen und Reiterhöfe sind solche Einbrüche besonders schmerzhaft. Die Sättel gehören oft einzelnen Reitern und sind individuell angepasst. Ein gestohlener Sattel bedeutet für den Besitzer erhebliche Kosten und oft wochenlange Wartezeiten auf Ersatz.
Polizei ermittelt und bittet um Hinweise
Die Ermittler im Landkreis Osnabrück haben die Fälle zusammengeführt und prüfen alle möglichen Zusammenhänge. Ziel ist es, eine übergeordnete Tätergruppe zu identifizieren.
Die Polizei empfiehlt Reithallen und Reiterhöfen in der Region, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und verdächtige Fahrzeuge auf und um Reitanlagen zu melden. Alarmanlagen, Videoüberwachung und gesicherte Sattelkammern können Einbrüche erschweren.
Wer Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe von Reithallen hat, sollte sich an die zuständige Polizeidienststelle wenden.



