Drei Millionen Euro: Lingener Rathaus-Anbau wird teilweise abgerissen
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Lingen. Ursprünglich sollte das gesamte Nebengebäude des Lingener Rathauses erhalten bleiben. Doch die Pläne haben sich geändert. Ein Abrissunternehmen rückte an und begann mit Teilen des Gebäudes in der Elisabethstraße. Das Bauprojekt hat ein Gesamtvolumen von drei Millionen Euro.
Abriss statt vollständiger Erhalt
Eigentlich war eine Komplettsanierung des Rathausnebengebäudes vorgesehen. Doch während der Vorbereitungen änderte sich die Einschätzung. Ein Teil des Gebäudes muss nun abgerissen werden. Die genauen Gründe für die Planänderung wurden im Zuge der Baumaßnahme bekannt.
Die Arbeiten starteten Anfang Juni. Die Stadt Lingen hatte zuvor angekündigt, dass die Baumaßnahmen in der Elisabethstraße beginnen. Dass dabei auch Abbrucharbeiten nötig werden, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich kommuniziert worden.
Was mit dem Gebäude entstehen soll
Das Nebengebäude stammt aus der Zeit um 1950. Es prägt mit seiner typischen Lochfassade das Stadtbild rund um das Lingener Rathaus. Im Zuge der Sanierung soll genau diese Fassade wiederhergestellt werden. Geplant sind Sprossenfenster und Sandsteinbänke, die dem Original entsprechen.
Gleichzeitig soll das Gebäude barrierefrei werden. Ein ebenerdiger Eingang und ein Aufzug sind vorgesehen. Die Räumlichkeiten sollen nach Abschluss der Maßnahme wieder genutzt werden.
Millionenprojekt mit langer Vorlaufzeit
Die Pläne für die Sanierung des Rathausnebengebäudes bestehen bereits seit mehreren Jahren. Drei Millionen Euro stehen für das Projekt bereit. Die Finanzierung trägt die Stadt Lingen. Für eine Kommune im Emsland ist das eine erhebliche Investition in ein einzelnes Verwaltungsgebäude.
Dass es nun doch zu einem Teilabriss kommt, zeigt: Solche Bauprojekte entwickeln sich oft anders als geplant. Erst wenn Bauarbeiter und Gutachter das Gebäude genauer unter die Lupe nehmen, treten Mängel zutage, die eine Planänderung erzwingen.
Sanierung historischer Verwaltungsgebäude ist komplex
Gebäude aus den frühen Nachkriegsjahren stellen Bauherren regelmäßig vor unerwartete Probleme. Baustoffe und Konstruktionsweisen aus dieser Zeit entsprechen nicht mehr heutigen Standards. Schäden zeigen sich häufig erst beim direkten Eingriff in die Bausubstanz.
Das Lingener Rathaus selbst ist weiterhin geöffnet. Die Baumaßnahmen betreffen ausschließlich das Nebengebäude. Für Bürgerinnen und Bürger bleibt die Verwaltung damit weiter erreichbar.
Fazit
Das Projekt in der Elisabethstraße zeigt, wie aufwendig die Sanierung älterer Verwaltungsbauten sein kann. Drei Millionen Euro, ein Teilabriss und eine jahrelange Planungsphase: Lingen investiert erheblich in sein historisches Rathaus-Ensemble. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, ist derzeit noch offen.



