DAV Osnabrück öffnet Boulderhalle für Menschen mit Behinderung

Klettern ohne Seil, direkt an der Wand: Bouldern gilt als körperlich anspruchsvoller Sport. Die DAV-Sektion Osnabrück will diesen Sport nun auch für Menschen mit Behinderungen öffnen. In der Boulderhalle ZENIT findet das Angebot statt, das sich an Erwachsene ab 18 Jahren richtet.
Kooperation mit der HHO macht das Angebot möglich
Der Deutsche Alpenverein arbeitet dabei mit dem Bildungs- und Freizeitwerk der HHO zusammen. Gemeinsam haben die beiden Organisationen das Projekt auf den Weg gebracht. Seit dem vergangenen Jahr laufen die ersten Angebote für inklusives Bouldern in Osnabrück.
Beim inklusiven Bouldern werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eng begleitet. Erfahrene Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter koordinieren die Termine. Sie sind auch erste Ansprechpersonen für Interessierte.
Die Boulderhalle ZENIT in Osnabrück ist mit einer Kletterfläche von 3.000 Quadratmetern die größte und modernste ihrer Art in der Stadt. Neben Außenboulderwänden gibt es dort auch einen Kinder- und Trainingsbereich.
Was Bouldern bedeutet und warum es sich eignet
Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe. Ein Sicherungsseil wird nicht verwendet. Die sogenannten Boulderprobleme, also die Kletterrouten, sind in der Regel drei bis viereinhalb Meter hoch. Das macht den Sport überschaubar und einsteigerfreundlich.
Geklettert wird an künstlichen Wänden in der Halle oder auch draußen am Fels. Die körperliche Herausforderung liegt in Kraft, Balance und Koordination. Genau diese Aspekte machen Bouldern auch für Menschen mit verschiedenen Behinderungen interessant.
Begleitung steht im Mittelpunkt
Das inklusive Angebot setzt auf intensive Betreuung. Jede teilnehmende Person wird individuell begleitet. Ziel ist es, das freie Klettern an den Boulderwänden zu ermöglichen, angepasst an die jeweiligen Möglichkeiten.
Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter der DAV-Sektion Osnabrück übernehmen dabei sowohl die sportliche Anleitung als auch die organisatorische Koordination. Interessierte können sich direkt an die Sektion wenden.
Inklusives Bouldern als Teil eines größeren Ziels
Die DAV-Sektion Osnabrück betreibt bereits mehrere Gruppen. Dazu gehören eine Wandergruppe, eine Familiengruppe, eine Tourengruppe und eine Mountainbike-Gruppe. Die Gruppe zum inklusiven Bouldern ist eine neue Ergänzung dieses Angebots.
Der Verein formuliert das Ziel klar: Bouldern soll ein Sport für alle werden. Gelingt der Start mit einer festen Gruppe, will der DAV das Angebot weiterentwickeln. Weitere Aktivitäten im Bereich Inklusion sind denkbar.
Niedrigschwelliger Einstieg gewünscht
Das Angebot richtet sich zunächst an Menschen mit Behinderungen ab 18 Jahren. Eine Vorerfahrung im Klettern ist nicht erforderlich. Der Einstieg soll bewusst niedrigschwellig gestaltet werden.
Rund um Osnabrück gibt es laut Recherchen mehr als 25 Boulderwände und Boulderhallen im Umkreis von 100 Kilometern. Das inklusive Angebot des DAV ist in diesem Umfeld bislang ein besonderes Projekt.
Fazit: Ein Schritt in Richtung Teilhabe im Sport
Die DAV-Sektion Osnabrück setzt mit ihrem inklusiven Boulderprojekt ein deutliches Zeichen. Sport und Teilhabe werden hier konkret verbunden. Die Kooperation mit der HHO gibt dem Projekt eine solide Grundlage. Wer mitmachen möchte, kann sich direkt bei der Sektion melden.



