Corona-Lockdown: Nordkreis-Gastronomen schreiben Weihnachten ab
Das Weihnachtsgeschäft ist für Restaurants und Hotels die stärkste Zeit des Jahres. Firmenfeiern, Familienessen, ausgebuchte Zimmer: In normalen Jahren läuft die Kasse in der Adventszeit auf Hochtouren. Doch in diesem Jahr bleibt es in den Gaststuben und Hotelfluren im Osnabrücker Nordkreis still. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen müssen Restaurants und Hotels geschlossen bleiben. Gastronomen in Quakenbrück, Ankum und Fürstenau haben das Weihnachtsgeschäft abgeschrieben.
Schließung trifft Betriebe zur Unzeit
Der Lockdown für die Gastronomie trifft die Branche in einem denkbar ungünstigen Moment. Gerade in den Wochen vor Weihnachten laufen normalerweise die Reservierungen für Betriebsfeiern und Familientreffen. Diese Buchungen sind weggefallen. Alternativeinnahmen durch Außer-Haus-Verkauf können den Ausfall kaum ausgleichen.
Im Osnabrücker Nordkreis sind zahlreiche Betriebe betroffen. Lokale Restaurants und Gasthöfe gehören zum gesellschaftlichen Leben in den Samtgemeinden Bersenbrück und Fürstenau.
Existenzsorgen im Nordkreis
Für viele Betriebe ist die Lage ernst. Das Weihnachtsgeschäft macht in der Gastronomie einen erheblichen Teil des Jahresumsatzes aus. Wer diesen Zeitraum nicht nutzen kann, gerät schnell unter Druck. Staatliche Hilfen wie Überbrückungsgeld und Novemberhilfen sollen die schlimmsten Folgen abfedern. Ob sie ausreichen, ist unter Gastronomen umstritten.
Die Anfälligkeit der Branche zeigt sich im Nordkreis konkret: Die Familienbäckerei Krogmann aus Quakenbrück musste Insolvenz anmelden. Der Artland Kotten stand zeitweise vor dem Aus. In Traditionsgaststätten in den Samtgemeinden Bersenbrück und Fürstenau gab es Pächterwechsel.
Keine Alternativen für das Festgeschäft
Takeaway und Lieferdienste sind für viele Nordkreis-Gastronomen kein vollwertiger Ersatz. Klassische Gasthöfe und Restaurants sind auf das Erlebnis vor Ort ausgelegt. Ein Weihnachtsessen im Kreis der Familie oder der Kollegen lässt sich nicht einfach in eine Pappschachtel verlagern. Hoteliers trifft es noch härter: Zimmerverkäufe sind schlicht nicht möglich.
Strukturwandel in der Gastronomie
Die Pandemie hat einen Wandel beschleunigt, der in der Gastrobranche ohnehin schon spürbar war. Fachkräftemangel, steigende Lebensmittelpreise und veränderte Konsumgewohnheiten belasten die Betriebe seit Jahren. Der Lockdown hat diese Entwicklung verschärft.
Im Nordkreis ist das deutlich zu beobachten. Neue Gesichter übernehmen Traditionsgaststätten. Manche Betriebe öffnen nach einer Schließung unter neuer Führung wieder. Andere verschwinden dauerhaft. Die Gastronomie in Quakenbrück, Ankum, Bersenbrück und Fürstenau verändert sich.
Hoffnung auf das Frühjahr
Viele Gastronomen im Nordkreis setzen auf eine Öffnung nach dem Winter und hoffen auf Nachholeffekte. Ob sich Weihnachtsumsätze nachholen lassen, ist allerdings fraglich. Das Festtagsgeschäft ist an eine bestimmte Jahreszeit gebunden.
Bis dahin heißt es für die Betriebe: Kosten senken, Reserven schonen und auf staatliche Unterstützung hoffen. Für manche wird das reichen. Für andere nicht.
Fazit
Der Corona-Lockdown trifft die Gastronomie im Osnabrücker Nordkreis zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt. Restaurants und Hotels in Quakenbrück, Ankum und Fürstenau verlieren ihr wichtigstes Saisongeschäft. Wie viele Betriebe die Krise überstehen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.



